Fräulein. Und liebt doch die Präsidentin? —Sekretär. Nun ja —
Fräulein. Der Liebe kann kein Opfer zu schwer werden— meine ich.
Fünfter Austritt.
vorige. Präsidentin.
Präsidentin. Allerliebst!
Sekretär. Der Herr Präsident schickt mich, wegen derSache des Schneiders Ihnen, gnädige Frau, seine Entschuldigungzu machen. Die Verfassung erlaubt ihm schlechterdings nicht, IhrenWunsch zu erfüllen.
Präsidentin. Verfassung? <Sie lächelt.) Hat er allehiesige alte Verfassungen geehrt?
Sekretär. Er hat zu edlem Zweck einige aufgehoben, daseben kann ihm großen Schaden bringen.
Präsidentin. Seine Nichtigkeit wird ihn stürzen.
Sekretär. Wie, gnädige Frau? denken Sie so von demManne, dem Sie Ihre Hand geben wollen?
Fräulein (firirt die Präsidentin).
Präsidentin. Das habe ich nicht versprochen.
Sekretär. Sind Sie entschlossen, ihm Ihre Hand nichtzu geben?
P:r k si d en t in. Darüber habe ich noch nicht entschieden.
Sekretär. So wünschte ich, daß der Herr Präsident ent-schieden wäre.
Präsidentin. Sie dürfen ihn bestimmen. Sie waren javon jeher sein gebietender Herr!