Präsidentin. Wir haben mit einander ein wichtiges Wortzu reden. Auf Ihre Verschwiegenheit darf ich wohl rechnen, dennes betrifft Ihren Vortheil — Sie verfolgen den Präsidenten —Aath. Mein Gott, ich sollte mich unterstehen —Präsidentin. Ja doch. Das weiß ich.
Kath. Wenn auch der Herr Präsident durch sein Hierseynmeine Laufbahn mir gehemmt hat —
Präsidentin. Das leidet niemand.
Kath. Wenn seine glänzenden Eigenschaften —Präsidentin. Flittergold!k a t h. Mich verdunkelt haben, so —
Präsidentin. Niemand will verdunkelt sehn. Genug —ich begreife Sie, begreifen Sie nun auch mich. Ich bin ent-schieden, den Präsidenten aufzugeben.
Kath. Ich erstaune!
Präsidentin. Nicht vor Schrecken? Sie und Anderemit Ihnen haben seinem Falle schon lange vorgearbeitet. Nochwar ich unentschieden, aber nun ist der letzte Augenblick da, ichmuß Partie nehmen. Ich weiß, sein Fall ist auch bei Hofe be>schlossen. Nun — dann wird ein anderer an seine Stelle treten.Wer es auch seyn mag — meine Verbindungen hier und in derResidenz — mein Vermögen, machen mich ihm wichtig.
K at h. Allerdings. Aber Ihre Bescheidenheit läßt das Wich-tigste aus. Ihre Reize — Ihr Geist —
Präsidentin. Vielleicht bin ich auch von der Seite —wenigstens hier — so ganz gleichgültig nicht. Jndeß will ich ganzoffen seyn. Es ist Ihnen nicht unbekannt, daß das Vertrauenmeines verstorbenen Mannes die Verwaltung dieser Provinz fastganz in meine Hände gelegt hatte. Sein Nachfolger, der Präsident