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Präsident. Ich höre das oft, aber ich habe keine besondernBeweise davon.
Frau lein. Sie wissen nicht alles — erfahren nicht alles so.Wahrlich man ist nicht gerecht gegen Sie. Das thut mir so weh— tihr Blick fällt mit Rührung auf ihn) so Weh I
pr § sidcnt. Eine solche Theilnahme entschädigt für manches.Und dann — diese Stadt ist nicht die Welt.
Fräulein. Man ist bei Hofe vielleicht auch nicht delikat indem, was man glaubt.
Präsident (gespannt). Woher wissen Sie das?
F.rälli in. Ich habe davon reden hören.
Präsident. Wo? Von wem? Wann?
Fräulein (sehr dringend). Reden Sie über Ihre Lage undAngelegenheiten mit niemand als mit geprüften Freunden und nichtaußer Ihrem Zimmer.
Präsident (betroffen). Sophie!
Fräulein. Ich muß Ihnen das sagen. Ich fühle michhingerissen, Sie zu warnen.
Präsident. Ich verehre das von ganzer Seele. Aber sagenSie mir von welchen Umständen, durch welche Begebenheiten fühlenSie sich angetrieben —
Fräulein (sanft). Nicht weiter, Herr Präsident! Sie sind gutund wohlwollend, ich achte Sie hoch, Ihr guter Name, IhreRuhe ist mir werth. —
Präsident. Stehen beide auf dem Spiel?
Fräulein (nach kurzer Pause). Ich fürchte es.
Präsident. Sagen Sie mir alles. Ich lasse Sie nicht,bis Sie mir alles gesagt haben. —
FrSnlein. Gewähren Sie es mir, schwere Pflichten, die imharten Kampfe mit einander flehen, zu vereinigen, so gut ich kann.
Präsident. Sophie!