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3,1 (1827)
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Kinogummi.

Unaufgelöste ist von gleicher Natur mit dem, was dasCatechu unaufgelöst zurückläfst. Wird das so erhalteneExtract mit Aether digerirt, so löst dieser einen rolhgel-ben Gerbstoff auf, der nach der Verdunstung des Aethersdtu'chsichtig und dunkelgelb zurückbleibt.

Dieser Gerbstoff verbindet sich mit Säuren, giebtaber eben so leicht auflösliche Verbindungen, wie derder Chinarinde, und erfordert daher zur Ausfällung einengrofsen Ueberschufs von Säure.

Auch mit Salzbasen verbindet er sich, bildet abermit Kali keine unauflösliche Verbindung, sondern giebt,gerade neutralisirt, nach dem Eintrocknen ein dunkelbrau-nes, gesprungenes, durchscheinendes Extract, welches inWasser auflöslich ist und bei Zusatz einer Säure die Leim-auflösung fällt. Von überschüssigem 'Alkali -wird er inder Digestion zersetzt. Zu den alkalischen Erden verhälter sich wie der Galläpfelgerbstoff, eben so auch zu denErden und Metalloxyden, aber mit dem Unterschiede, dals.sich seine neutralen Verbindungen mehr und schneller inder Luft verändern, als die vom Galläpfelgerbstoff, unddie basischen zersetzen sich fast schneller, als sie trock-nen können. Versucht man, diesen Gerbstoff mit essig-saurem Bleioxyd oder Kupferoxyd auszufällen und ihndann mittelst Schwefelwasserstoffgas abzuscheiden, so er-hält man eine, wie Seifenwasser schäumende Auflösung,die beim Fällen als Schaum überläuft, und sich nachhernur mit der gröfsten Schwierigkeit von dem gebildetenSchwefelmetall abfiltriren läfst. Eisenoxydsalze werdenvon diesem Gerbstoff mit graugrüner Farbe gefällt. Wein-saures Antimonoxyclkali wird davon nicht gefällt.

Das Catechu wird hauptsächlich in der Medicin ge-braucht.

Kino oder Gummi Kino ist ein gerbstoffhaltiges Ex-tract, welches von der auf Jamaica wachsenden Cocco-loba uvifera bereitet wird. Es kommt in rolhbraunen,harten Stücken, die sich leicht zu einem dunkelrothenPulver zerreiben lassen, zu uns. Mit warmen Händenangefafst, erweicht es, und in Wasser, zumal in lauem,