Druckschrift 
3,1 (1827)
Entstehung
Seite
206
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206 Mitwirkung d. Lichts auf d. grline Farbe d. Pf].

unverändert war, der Baum von der Wurzel aus immermehr an Volum zunahm. Aus diesem und einigen ande-ren Versuchen zieht Knight außerdem den Schluß, daßdiese Gefäße Klappen haben müssen. Er hat überdemgezeigt, daß man an einem Apfelbaum oder einem Wein-stock auf einem gewissen Aste die Anzahl der Blüthen unddie Saftigkeit der Früchte vermehren könne, wenn manauf diesem Ast ein circulares Band von der Binde ab-nimmt, worauf die in den Splint geführten Säfte nichtweiter als bis zu dieser Stelle kommen, und dann bloßzur Vegetation dieses Theiles verwendet werden, stattdaß sie, wenn kein Einschnitt da war, wieder in denSplint des Stammes nach der Wurzel zurückgegangen wä-ren, und als Material zur Vegetation des ganzen Baumeshätten gebraucht werden können.

Wenn sich die grünen Theile der Pflanzen zuerst zuentwickeln anfangen, haben sie eine blässere Farbe, diein dem Maafse, als das Blatt dem Sonnenlichte ausgesetztist, grüner wird. Pflanzen, welche im Dunkeln aufgezo-gen werden, bleiben weiß, saftig, und besitzen nicht dieFestigkeit und Dichtigkeit, wie die im Tageslichte gezo-genen. Man benutzt diese Eigenschaft (die im Französi-schen s'älioler heilst), um manche Pflanzen genießbar zumachen, dadurch, daß man entweder ihre auftreibendeSaat mit Erde bedeckt oder undurchsichtige Gefäße dar-über stürzt. Kommen Pflanzen unter Steinen hervor, sofindet man immer den vom Stein bedeckten Theil farblos,und Grün zeigt sich erst an dem zum Tageslichte gelan-genden. Die Veränderung, wobei die Pflanze grün wird,stellt sich folglich erst durch Einwirkung des Lichtes ein;aber nach Sennebier’s Versuchen wird hierzu eine Ab-sorbtion von Kohlensäure erfordert; sie erlangen gleich-wohl auch die grüne Farbe, wenn sie' unter Wasser demLichte ausgesetzt werden, und dieses Wasser atmosphäri-sche Luft enthielt, und Gough hat zu zeigen gesucht,dafs die grüne Farbe durchaus nicht ohne Mitwirkung desSauerstoffs hervorkommen kann. Man hat bemerkt, daßeine Einmengung von Wasserstoffgas zur Luft die Ent-