Druckschrift 
3,1 (1827)
Entstehung
Seite
188
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ISS Ernährung d.Pflanzen. Absorht. durch d. Wurz.

Blätter oder Laub,, und an einigen Stellen Bliithenund Früchte bildet. Die Blätter schießen, nach derübereinstimmenden Meinung der Pflanzenanatomen, ansdem Splinte, mit dessen Gefäßen sie in Gemeinschaftstehen, und bei dessen endlicher Verwandlung in Holzsie abfallen, hervor.

Die Pflanzen nehmen das Material zu ihrem Wachs-thum aus der Erde und der Luit, welche beide für siegleich unentbehrlich sind. Zu Anfänge des Frühlings, ehenoch grüne Theiie der Gewächse gebildet sind, schöpfensie ihre Nahrung nur aus der Erde durch die Wurzel.Selbst der erdartige Theil des Marks scheint dabei keinenanderen als nur einen mechanischen Einfluß auf die Pflanzezu äufsern; die in der Erde befindlichen allmählich ver-wesenden Pfianzen-Ueberreste des vorigen Jahres bildendas Nahrungsmittel, welches dann von den Wurzeln auf-genommen wird. Aber ohne Wasser geht keine Vegeta-tion vor sich, die Erde mufs daher beständig feucht sein,wenn die Pflanzdnwurzeln etwas daraus sollen aufnehmenkönnen. Diese Feuchtigkeit löst da kleine Mengen derin der Erde befindlichen auflöslichen Stoffe auf, welchevon der Wurzel aufgesogen und durch dieselbe in denüber der Erde befindlichen Theil des Baumes oder Ge-wächses hinaufgeführt werden. Wie das Mechanische die-ser Einsaugung vor sich geht, ist schwer zu sagen. DieWurzel hat keine andere sichtbare OefFnungen, als ihrePorosität, gleich wie alle Pflanzenmaterien. Schneidetman die äußerste Spitze einer Wurzel ab, so verlängertsie sich nicht mehr, sondern es nehmen statt dessen dieSeitenäste zu, zum Beweis, daß das Ende einer jedenWurzelfaser einen für einen gewissen Endzweck einge-richteten Bau habe, welche Bestimmung nicht mehr vonder neuen Endfläche erfüllt wird, die abslirbt und zu-sammentrocknet. Man hat sich das Einsaugungsvermögender Wurzel aus der Haarröhrchenkraft poröser Körper,d. h. durch die Kraft erklärt, wodurch eine sehr feilteGlas- oder sogenannte Haar-Röhre, in eine Flüssigkeitgestellt, diese Flüssigkeit weit über ihren äußeren Stand