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Anwendung des Kupferoxyds
aus Oxyd und Oxydul, das dann brennbare Stoffe un-vollständiger oxydirt. Man erhält es am besten wiederdurch Auflösen in Schwefelsäure und Fällen mit Alkali.Enthält das angewandte Kupferoxyd die geringste Spurvon Schwefelsäure, so erhält man schwellichte Säure un-ter den Gasen.
Das Kupferoxyd hat grofse Neigung, hygroscopischeFeuchtigkeit aufzunehmen, mehr als die meisten anderenKörper. Sie ist tun so gröfser, je lockerer das Oxyd ist,und folglich am geringsten bei dem durch Glühen berei ■teten Oxyde. Deshalb mufs es immer frisch vor dem Ver-suche geglüht, noch lieifs abgewogen und mit dem orga-nischen Stoff in einer sehr heifsen lleibschale vermischtwerden. Auf diese Art kann man die Feuchtigkeit vermei-den, von der man gleichwohl immer eine Spur bekommt.Ich bin so nahe gekommen, dafs ich bei Anwendung vonwasserstofffreien Materien bei dem Versuche nicht mehrals 1 Milligramm Feuchtigkeit bekam, wenn 30 bis 40 Grm.Kupferoxyd angewandt wurden. Die Beobachtung diesesUmstandes ist von der äufsersten Wichtigkeit. Ure hatvorgeschlagen, gewogenes Kupferoxyd sich mit Feuchtig-keit in der Luft sättigen zu lassen, es wieder zu wiegenund beim Versuche dann diese Feuchtigkeit abzuziehen.Aber dieser Ausweg ist unzureichend, weil die Feuchtig-keit des Oxyds mit dem Hygrometerstande veränderlichist. Gay-Lussac pumpt die Luft aus der Röhre, inwelcher das Gemenge schon abgewogen ist, aus, und hifstsie dann sich voll Luft saugen, die durch eine mit Chlor-calcium gefüllte Röhre geleitet wird. Diefs wird mehrereMale wiederholt, während die Röhre mit kochendemWasser umgeben ist, und hierdurch wird alle Feuchtig-keit auseetrieben. Diefs scheint auch erreicht werden zukönnen, wenn man, statt des Luftwechselns, concentrirteSchwefelsäure in das Vacuuni stellt, mit welchem dieRöhre in Gemeinschaft steht.
Nach Beendigung der Operation bleibt bei diesenVersuchen immer eine kleine Portion Gas in der zumQuecksilberapparate fiilirenden Leitungsröhre, so wie in