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Kupferoxyd, das beste Mittel
Chlorsaures Kali kann nicht mit Vortheil zur Unter-suchung stickstoffhaltiger Substanzen angewendet werden,weil, wenn Sauerstoff im Ueberschufs vorhanden ist, Sal-petersäure gebildet wird, die Verbrennung aber unvoll-ständig wird, wenn es nur in der zur Oxydation desKohlenstoffs und Wasserstoffs hinreichenden Menge vor-handen ist. Diesem Uebelstande hat Gay-Lussac, durchAnwendung von schwarzem Kupferoxyd, als oxydirendemKörper, abgeholfen, dessen Vorzug zu dieser Art vonAnalysen, auch bei Abwesenheit des Stickstoffs, so gutdurch die Erfahrung entschieden ist, dafs man selten odernie mehr in den Fall kommen wird, hierzu chlorsauresKali anzuwenden. Mehrere Versuche sind damit ange-stellt worden von Berard, Porret, Prout, Thom-son, und auch ich habe Gelegenheit gehabt, dasselbe mitvollkommnem Erfolge anzuwenden. Gay-Lussac schriebvor, man solle, im Fall sich etwas Salpetersäure aus Stick-stoffgas haltenden Materien bilden werde, metallischesKupfer, entweder als Feilspähne oder als kleine Spiralevon Kupferdrath, vor das Oxyd in die Röhre legen, unddas Metall während des Versuches beständig glühend er-halten, wodurch dann die Oxyde von Stickstoff reducirtwerden würden; aber man hat gefunden, dafs diese Vor-sicht überflüssig sei. Man braucht nur reines Kupferoxydvor das Gemenge in der Röhre zu legen, um bei demDurchgänge durch das glühende Oxyd vollständig Alleszu oxydiren, was etwa noch unvollkommen verbranntsein könnte. Richtet man seinen Apparat nicht so vor,dafs das gebildete Wasser gewogen werden kann, so be-rechnet man seine Quantität dadurch, dafs man die Röhrevor und nach dem Glühen wiegt. Der Gewichtsverlustist gleich dem Gewichte des verbrannten organischen Kör-pers, zusammengelegt mit dem vom Kupferoxyd aufge-nommenen Sauerstoff. Berechnet man das Gewicht deserhaltenen Gases, so ist der Unterschied zwischen diesemund dem Verluste der Röhre Wasser. Indessen kann dieRöhre, da zu diesem Versuche Glühhitze, und, wenn sienicht ausgeblasen werden soll, Umgebung der Röhre mit