156 Bestimmung d. Sältigungscapacit. v. d. Analyse.
deren Analyse zu beständig falschen Resultaten leitet. Ichhabe midi deshalb des salpetersauren Bleioxyds öfters alsdes essigsauren bedient. Basische Verbindungen könnenauf zwei Arten hervorgebracht werden, nämlich entwe-der durch Behandlung mit basischen salpetersauren oderessigsauren Salzen, oder durch Behandlung der neutralenVerbindung mit .Ammoniak, welches gewöhnlich eine be-stimmte Proportion des organischen Oxydes auszieht undeine Verbindung mit Bleioxyd im Ueberschufs unaufge-löst zurückläfst. Ich habe mich am meisten dieses Aus-weges bedient.
Nachdem man eine unauflösliche Verbindung erhal-ten hat, wäscht man sie wohl aus, und trocknet sie nachder gegebenen Vorschrift. Bleisalze enthalten selten che-misch gebundenes Wasser, und geben es im Allgemeinenbeim Trocknen im Vacuum leicht ab; jedoch mufs manimmer aufmerksam sein, dafs man nicht in diesem Falledurch eine Ausnalnne hintergangen werde.
Die trockne Verbindung wird auf eine dünne undgewogene Schale von Glas gelegt, darauf schnell gewo-gen, und die Schale dann über einer Spirituslampe er-hitzt, so dafs sich die Masse an den Rändern entzündet;in den meisten Fällen kann man dann die Lampe weg-nehmen und die Verbindung fährt von selbst zu brennenfort. Zuletzt unterstützt man die Verbrennung durch dieLampenflamme, und um der Luft zu der verbrennendenMasse, die von allen Seiten von dem aufsteigenden bei-fsen Luftstrom umgeben ist, Zutritt zu verschaffen, hältman einen Streifen eines Metallbleches an deti Rand derSchale; die kalte Luft strömt dann über diesen Streifenund die Verbrennung gellt vor sich. Man mufs bei derVerbrennung eine zu starke Hitze vermeiden, weil mansonst oft Bleikugeln mit Ausstofsung von Bleirauch her-vorkommen sieht, wobei ein Tlieil vom Blei verfliegt.Nach beendigter Verbrennung wird die Schale mit ihremInhalt gewogen. Hierdurch erfährt man, was von derBleiverbindung übrig geblieben ist. Aber dieser Rück-stand ist zum Theil reducirles Blei, dessen Sauerstoff bei