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der chemischen Proportionslehre.
Fällung der Metalle die Neutralität der Flüssigkeit nichtverändert wird, und er giebt davon eine Erklärung, diewir noch jetzt als richtig anerkennen.
Wenn man die Arbeiten Puchter’s über die chemi-schen Proportionen liest, so ist man verwundert, dafs dasStudium dieses Gegenstandes auch nur einen Augenblickhabe vernachlässigt werden können. Indessen findet sichin Richter’s Werken ein Umstand vor, welcher dazubeiträgt, den Eindruck davon auf den Leser zu schwä-chen; dafs nämlich die quantitativen Resultate seiner Ver-suche nicht sehr genau sind. In seinen Vergleichungengeht er fast immer von der kohlensauren Thonerde aus,einer Verbindung, von der wir jetzt wissen, dafs sie nichtbestehen kann. Seine Versuche bedurften einer Wieder-holung, um den bei dem Leser natürlicherweise entstehen-den Verdacht zu vernichten, dafs sein Wunsch, sein Sy-stem dadurch bestätigt zu sehen, Einflufs auf ihre Resul-tate gehalst habe. Uebrigens ist sein Styl eigenthümlich;er nimmt die Entdeckungen der antiphlogistischen Schulean, ohne sich entschliefsen zu können, die Sprache derPhlogistiker gänzlich zu verlassen; und indem er dieMitte zwischen beiden Partheien zu halten suchte, mißfieler beiden.
Man kann indessen annehmen, dafs der Grund, warumdie Chemiker eine Zeit lang den Arbeiten über die be-stimmten Proportionen keine Aufmerksamkeit schenkten,vorzüglich in der grofsen Revolution lag, die um diese Zeitin der Theorie dieser Wissenschaft sich ereignete, undwelche daraus zugleich mit dem Phlogiston alle schwan-kenden Speculationen verbannte, um an ihre Stelle dasResultat von Erfahrungen und Untersuchungen treten zulassen. Das System von Lavoisier war fast der allei-nige Gegenstand des Nachdenkens der Chemiker, und derKampf, welchen dieses System zu bestehen hatte, wandteihren Geist von Allem ab, was nicht unmittelbar derneuen Theorie und ihrer Anwendung zur Erklärung derbekannten Thatsachen angehörte.
Dieses System wurde endlich allgemein angenommen ;
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