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Fünfzehntes Kapitel.
„Viel und wenig/' cntgegnete fast heiter die Prinzessinund fuhr fort, indem sie ihr Gesicht schmeichelnd zum Re-genten erhob, das thun, was Sie schon so oft fürmich gethan. Meine — vielleicht unbesonnenen Schrittewieder gut machen."
„So will ich also," antwortete der Regent nach einerlängeren Ucberlegung, „den Hosmarschall zu Seiner Durch-laucht dem Herzog Alfred senden, ihm anzeigcn lassen, daßich seine Anwesenheit erfahren, und mich so zurückhaltend alsmöglich nach seinen Wünschen erkundigen. Fällt seine Ant-wort befriedigend aus, woran ich nicht zweifle, so werdeich ihm gegenüber — cs sogar recht zart finden, das; ersich vorher — von der Neigung Eurer Durchlaucht für ihnüberzeugte, ehe er öffentliche Schritte that."
„Hat er sich überzeugt?" fragte schüchtern die Prinzessin,wobei sie trotz ihrer Keckheit nicht aufzublicken wagte, —„hat er sich wirklich überzeugt?"
„Nach den Schritten, die er gethan," sagte der Regent,indem er sich bemühte, sehr fest und ruhig zu sprechen,„muh dies doch wohl der Fall sein. Ja, ich bin der festenAnsicht, der Herzog ist sicher, daß Sie, Prinzessin, miteinem mehr als gewöhnlichen Interesse von seiner Anwesen-heit wissen/'
„Glauben das Euer Hoheit in der That?" fragte, nunalles Ernstes erschrocken, die Prinzessin.
„Daran ist nicht zu zweifeln. Verzeihen Sic nur, Elise,"