Eine goldene Brücke.
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Fauteuil, ohne seine Augen von dem Portrait des GrafenHohenberg wegzubringen — „Fernow?" rief er nach einer-drückenden Pause, „woher hast du dies Blatt, was soll dasbedeuten?"
So gut auch der Major das plötzliche Erschreckenseines Freundes bemerkt, so that er doch gerade, als be-schäftigte er sich ausschließlich mit dem Wiederanzündenseiner Cigarre, und erst als er den lauten Ausruf desAndern vernahm, blickte er ihn wie erstaunt an undantwortete lebhaft:
„Was brauchst du zu erschrecken? Ist das nicht das
Portrait eines Herrn, den ich bei dir gesehen? Des-
Grafen Hohenberg?"
Wenden sah, daß er sich einigermaßen verrathen undsuchte dies wieder gut zu machen, indem er mit affectirterGleichgültigkeit auf das Blatt blickte. Auch sagte er mitetwas verlegener Stimme: „Du hast Recht, es ist Gras
Hohenberg. Aber was du so eben von meinem Erschreckensagtest, dazu sehe ich eigentlich keinen Grund. Ich kennediesen Herrn wohl ebenso wenig, wie du selbst und interes-sire mich durchaus nicht für ihn."
Er hatte bei diesen Worten das Blatt wirklich indie Hand genommen, doch zuckten seine Finger, so erregtwar er, und er konnte sich nicht enthalten, über das Pa-pier hinüber einen flüchtigen Blick auf seinen Freund zuwerfen.