Druckschrift 
2 (1857)
Entstehung
Seite
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Ein freundschaftliches Souper.

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schlossen fort:Befehlen Sie über mich, ich bin der Ihrige^was soll ich thun?"

Vorderhand nicht viel; Sie werden meine Wohnungam Kastellplatze leicht erfragen können, dort bitte ich Siemich morgen um die Mittagsstunde zu besuchen. Sie wer-den einen Brief erhalten, den Sie dem jungen Mädchenin die Hände spielen. Es kann Ihnen das nicht schwerwerden, da Sie, wie ich mir denken kann, Zutritt bei ihrhaben." Herr Krimpf nickte düster mit dem Kopse.Be-greiflicher Weise darf das junge Mädchen nicht wissen, daßder Brief durch Ihre Hände gegangen ist. Sie haben dasgeschickt einzurichten, daß sie ihn findet, ohne zu vermuthen,wer ihn überbracht. Die Antwort haben Sie dann eben-falls an mich zu besorgen."

Und glauben Sie, daß sie antworten wird?" fragteHerr Krimpf sehr leise.

Wir hoffen es. Sie wird gebeten, diese Antwortan einen bestimmten Ort zu legen, dieser Ort wirdIhnen mitgetheilt, und Sie haben dann nichts weiter zuthun, als das Schreiben wegzunehmen und mir zu über-bringen."

Nein, das ist in der That nicht viel," entgegneteder Andere mit einem Lachen, das entsetzlich klang. Undes war auch in Wahrheit nichts, als die einfache Abgabeeines Briefes. Aber an dem Inhalte dieses Briefes hingdas Lebensglück eines armen unschuldigen Mädchens, hing