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9 (1860) Der Vormund [u.a.] Bewußtsein
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die Zukunft will ich sie an mein Herz drücken! Wenn dann nunaber doch eine Thräne mir ins Auge kommen möchte ach soist es die Thräne der zärtlichen Sorgsamkeit. Lieben Leute! diekönnen nur Väter recht begreifen.

Ferdinand. Das glaube ich Euch, guter Walter!

Walter. Es war noch grauer Morgen, so sähe ich schonüber das stille Land hinaus, und betete für meine Kinder! DieSonne strahlte eben nur über die fernen Bergspitzen, so ging ichschon auf dem Wege, den sie kommen werden. Langsam wandelteich so für mich hin durch das Feld; alles war still! Die ganzeZukunft meiner Kinder lag vor mir (Erhebend.) Da sah ichnichts sträfliches! Keinen Leichtsinn ihrer Herzen, der Unglück her-beiziehen könnte!

August. Eben darum solltet Ihr fröhlich sehn!

Walter. Ach! Ist denn ein Ungemach noch so fern, dasdem Vater nicht nahe dünkte! Was fürchtete ich nicht alles fürmeine Kinder! Sie waren nicht da sie ahneten mich nicht sie umarmten sich sie waren sich genug zogen fort imJubel ihrer Freunde; und da ging der alte Vater einsam hin undtrauerte um Uebel, die einst die Kinder treffen könnten.

August. Nein! Nimmer wird das geschehen!

Ferdinand (mit Wärme). Nimmermehr!

Walter. Dachte ich au meiner Kinder Herz, so beruhigtemich diese Bürgschaft; dann glaubte ich sie aber doch vom Schicksalbedroht, und weinte herzlich.

August (sehr gerührt). Guter Mann!

Walter. Alles war still der Morgenwind fuhr überdie Landschaft der Thau tröpfelte herab und ich weinteherzlich I