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9 (1860) Der Vormund [u.a.] Bewußtsein
Entstehung
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Waller. Ihr seyd schon lange hier allein gewesen?

Ferdinand. Nicht so sehr-

August. Doch wundert es uns, Vater, Euer Haus so leerzu finden.

Walter. Sie find fort, Groß und Klein an alle Eckenunseres Giiichens haben sie sich verlheilt, zu sehen, ob meineKinder kommen. Geht, sagte ich; gehtl Gott Lob! daß meineKinder Euch so lieb stndl Ich will indeß Eurer Geschäfte hierwarten.

Äug »st. Wie ist denn das? Wir wollen Euch Glückwünschen, daß Ihr den Tag erlebt aber Ihr seyd nichtmunter

Ferdinand. Gar nicht, wie ein Hochzeitsvater seyn soll.

Walter. Freunde! ich bin was ein Vater seyn soll; vollHoffnung und sorgsamer Liebe sür meine Kinder.

Äugilst. Ich meine so, die Sorgsamkeit merkte man Euchmehr au, wie die Hoffnung.

Walter. Sie gehen beide zu gleichen Theilen. Mein einzigerSohn ist nun herangewachsen, und so daß ich Euch sagen kann sein Herz ist guter Menschen Liebe werih.

Ferdinand und August tzugleich und mit Warme). Daswissen wir!

Waller. Mein Herz sehnt sich darnach, den JünglingVater werden zu sehen. Jedermann, jedes Gerücht von allenOrten pries ein schönes Mädchen aus fernem Lande. Er hatgewählt sie besitzt sein Herz es ist geschehen I Dafür dankeich Gottl Sie wird eine gute Frau denn sie war eine ge-horsame Tochter

Ferdinand. Und diese neue Tochter erwartet Ihr nunin Euren Armen?

Waller (innig). Sie zu segnen! Voll Zuversicht auf