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9 (1860) Der Vormund [u.a.] Bewußtsein
Entstehung
Seite
259
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Ferdinand. Seht, die Menschen find gut, und wir liebensie nun meinen wir eben, Wald und Feld und Menschenmüßten sich mit freuen, wenn es ihnen wohl geht. Das ist dennaber auch ein Vorrecht eines guten Hausvaters, wenn er mit denSeinigcn einen festlichen Tag lebt, daß er auch ein Feiertag füralle gute Menschen ist!

Anguß. Und so kommt einem das Gute immer wieder zuHofe, weil es so gleichsam seinen Lohn in sich selbst hat.

Ferdinand. Da habt Ihr mächtig recht. Solcher Lohnhat eine Kraft in sich; eine Kraft ich weiß sic nicht zu nennen

an allem, was gute Menschen thun, spürt mau sie aberam Alter am allermeisten!

Äug» st. Ja wohl! So oft ich unfern lieben Walter ansehe

noch so kräftig mit einem frischen Gedächtniß so heiterunter jüngern Leuten so denke ich immer, seine Jugendmuß brav gewesen seyn; darum lohnt ihm Gott so mit einemkräftigen Alter.

Ferdinand. Und wird es ihm in Segen verherrlichen!Walter liebt seine Kinder väterlich; war stets arbeitsam ihr Gutzu verbessern. Wort ist ihm heilig, und er ist freundlich gegen dieArmuth. An diesem Stamm ist der Sohn hinauf gewachsen,und Gott wird uns seine herrliche Blüthe, unter dieses StammesSchutz, erhalten.

Dritter Austritt.

Vorige. Walter.

Walter. Willkommen! willkommen, Ihr lieben Leute!'August. Sieh dakFrrdinand. Ich dank'Euch, Vater!