ganz das Werk des Erbprinzen. Man war weit darin ge-kowmeri. Genauigkeit des Costüme, Decenz und Pünktlichkeit wareneigne Vorzüge, wodurch dieß Institut sich auszeichnete.
An allem diesen mannigfachen Genuß habe ich von 1783 auTheil genommen, und niemals — ach niemals werde ich derschönen Tage vergessen, die ich in diesen reichen, friedlichen Thälerngelebt habe.
1787 überfiel den Erbprinzen eine gefährliche Krankheit.Wie war es damals so sichtbar, daß für jedermann ein treuerFreund darnieder lagk Wie theilten die guten Menschen die Angstnnd Sorgen des Vaters I Wie laut und herzlich war ihre Freude,als der edle junge Mann genesen unter ihnen nmhergingl
Alle wollten nicht von diesem Stamme lasten, und aus soeigene und herzliche Weise äußerten sich von Bürgern und Bauerndie lauten Wünsche nach der Vermählung des einzigen Sohnes!
Der Prinz schloß die Verbindung mit der liebenswürdigenGräfin Reuß.
Die Herzen dieses Paares waren sich innig begegnet.
Der Sitte nach Pflegen die Hofhaltungen von Vater undSohn sich alsdann zu trennen. Die Kanzlei proponirte für dasnene Paar das Schloß Bockenheim, drei Meilen von Dürkheim.Aber Vater und Sohn konnten und wollten sich nicht trennen.
Der Prinz fand bei der Heimführnng seiner Gemahlin dasLand in freudiger Entzückung, und die mannigfachen Beweisedavon waren so rührend und herzlich, daß ganz Fremde aus weiterFerne, die eben anwesend waren, vom allgemeinen Jubel zurinnigsten Rührung hingerissen wurdeu.
Au diesem Tage wurde das Vorspiel, Vaterfreude, gegeben.Es läßt sich denken, daß es bei dieser Stimmung der Menschen