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9 (1860) Der Vormund [u.a.] Bewußtsein
Entstehung
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Wahrlich das war nicht gerecht gegen ihn. Von seinerfrühesten Jugend an lächelte es ihn nur beßhalb ans Augenblickean, damit er unmittelbar darauf seine Härte desto herber fühlenmußte.

In den süßesten Empfindungen des Herzens gekränkt, vonFreunden, und denen, welchen seine Wohlthaten Ehre und Wohl-seyn gegeben halten, hintergangen, haben wohl wenige Menschenso oft Hoffnungen aufgebcn, und das, was sie mühsam geschaffenhatten, zerstören sehen müssen.

Aber nichts hat den schönen Ton dieses edlen Herzens ver-stimmen, und die Mike in Meinungen, Urtheilen und Handlungenverändern können.

Nicht leicht wird jemand den feinen Hoftou so ganz in seinerGewalt haben, und nie hat der Fürst dieser Manier die Spracheseines redlichen Herzens aufgeopfert. Er blieb immer öffentlich derFreund seiner Freunde, wenn auch, wie es verschiedentlich der Fallwar, das Ungewitter der höchsten Ungnade des Hofes, an dem erlange lebte, gegen sie ausgebrochen war.

Ich habe oft gelesen, daß man es laut gepriesen hat, wennein Fürst in seinem Lande die Pest des Lotto aufgehoben hatte.Wie viel herzlicheres Lob verdient dieser ehrwürdige Mann, derunter dem Druck mancher harten Umstände, den ansehnlichsten An-erbietungen widerstanden, den baaren Gewinn kalt ansgeschlagen,und nie das Lotto in seinem Lande geduldet hall

Auch die glänzendsten Anerbietungen, welche man von Seilenfremder Mächte dem Fürsten machte, um ans seinen Unterthanenfür ihren Dienst Regimenter zu errichten, Chef davon zu sehn,oder überhaupt fremde Werbungen in seinem Lande zu gestatten,hat er stets von der Hand gewiesen, und über dem Wohlstand