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9 (1860) Der Vormund [u.a.] Bewußtsein
Entstehung
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Gräber. Davon habe ich nie gewußt.

Gbrist. Weil er es verbarg, um den Sturm auf seine Gütenicht zu reizen.

Gräbrr (listig). Und die aufgenommenen zwei tausendThaler zu sechs sechs Procent?

Lieutenant. Liegen baar da. Sind ausgenommen, umeiner armen, verschämten Familie, die nichts hat, als dieß Kapital die Woh'that des hohen Zinses zukommen zu lasten.

Gräber (macht Rothenburg ein Kompliment). Wenn das ist

Not hcn bürg. Das ist.

Gbrist (gibt Ihm da» Papier). Da nimm, und weide Dich ander Sicherheit.

Lieutenant. Die Haube ward weggeworfen, um diesemguten Mädchen die Eitelkeit verhaßt zu machen. Als sie ihn um-armte, dankte sie ihm für seine Vatersorge.

Gräber. Hähä l So kann man alles deuten.

Gbrist. Danke Gott, Hyäne daß ich meine» Degen nichtan der Seite habe

Nöthen bürg. Gehen Sie, Herr!

Gräber. DaS Haus ist ja verschlossen.

Gbrist. Weil ich meinen Handel vor diesem schließen wollte.So oder so

Nöthen bürg (umarmt ihn). Geschlossen ist er.

Gbrist (wendet sich in der Umarmung mit Rothenburg dem Gräbergegenüber). Sieh her zwei Herzen, die manchen Tag demKummer und dem Tode entgegen gegangen sind, vereinigen sichhier bis zum Grabe. Unheil hast Du gebrütet, armer Augen-diener, gezifsert und gewonnen aber ein ehrliches Wesen, dassein Herz mit Hochachtung an Deinem Herzen schlagen läßtdas wirst Du nie gewinnen. (Er umarmt Rothenburg von ganzemHerzen.)