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Lieutenant. Sie geben Ihr Wort? — Nun gehe ich mitleichterem Herzen zu ihr.
Rothenburg. Sie liebt keinen andern. Aber sie hat siirmich die Leidenschaft der Dankbarkeit. — Leidenschaft sageich. Außerdem hatte sie noch keine andere. Ich glaube sogar, dasgute, dankbare Kind fürchtet sich, mich zu verlassen. Ich sehe, daßSie der Mann sind, dem ich das sagen kann, ohne Mißdeutungzu befürchten.
Lieutenant. ES würde ihr sür mich viel abgehen, wenndie Empfindung der Dankbarkeit für einen Vater, der sie s o bildenkonnte — nicht zur Leidenschaft geworden wäre. Ich werde diesesüße Leidenschaft in ihr erhalten, wenn ich so glücklich werde, siezn besitzen.
Rothenburg (faßt ihn auf beide Schultern, firlrt Ihn, und sagtmit Rührung): Dort wohnt sie, gehen Sie zu ihr — Gott sey mitIhnen I (Geht ab.)
LIentenant (denkt eine Weile nach, dann klopft er an LouisensZimmer).
Neunter Auftritt.
Lieutenant. Karoline. Hernach Louise.Laroline. Mein Herr —
Lieutenant. Ich bin Lieutenant Brand, und wünschte —Laroline. Sogleich! Verziehen SielLieutenant (im Nachdenken an einen Stuhl gelehnt).Laroline. Meine Mamsell wird gleich hier sehn.
(Sie geht ab.)