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9 (1860) Der Vormund [u.a.] Bewußtsein
Entstehung
Seite
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Lieutenant. Hier seyn? Warum dar? Wünscht sie,daß wir unterbrochen werden?

Louise (verneigt sich, man sieht ihr tiefe Wehmuth an).

Lieutenant. Ich habe die Erlaubniß, Ihnen aufzu-warten.

Louise. Herr Lieutenant

Lien tcnaut (gibt sich und ihr Stühle, sie setzen sich). Sieeilten jenen Abend so sehr, als ich Sie das letztem«! sah

Louise. Die Nachtluft (Pause.)

Lieutenant. Mamsell wir sind beide in Verlegenheit.Heben wir diesen Zustand auf, für den wir beide zu viel Gerad-heit haben. (Zärtlich.) Meines Lebens schönste Erwartung stehtbei Ihnen.

Louise (ThrSnen verbergend, halb für sich). Ach Gott l

Lieutenant. Ich sage das nicht, um Ihrer feinen Em-pfindung ein Ja oder Nein abzudringen ich bitte Sie sogar,mir jetzt keines von beiden zu sagen. Ich will nur Sieweinen? es befremdet mich nicht. Ich finde es so natürlich,daß eine Frage, deren Antwort für eine ganze Lebenszeit ent-scheidet Sie erschüttern muß.

Louise (mit Vertraue» zu lhm gewandt). DaS ist sehr wahr.

Licutruaul. Sie dachten an keine Veränderung Ihres Zu-standes ?

Louise (verneint eS>.

Licuteuaut. Sie dachten kaum, daß Sie jemals bießHaus verlaßen würden?

Louise (mit Ausbruch von ThrLnen). Niemals I

Lieutenant. Sie kennen mich nicht Sie wissen nicht,ob ich die Unschuld Ihrer lieben Seele verstehe, ob ich Sie achtenwerde.

Louise (macht eine Bewegung der Höflichkeit).