ich in Ihrer Gesellschaft an mein Haus gehen," sagte sie, „aberman ist das nicht an mir gewohnt;" eine leichte, graziöse Ver-beugung, und so eilte sie recht emsig, dem Manne keine Unruhezu geben, der sie so gut gebildet hat.
Lothcnburg. Das gleicht ihr.
Lieutenant. Fort war sie, und nun hatte ich ein Gefühl, dasich bis dahin so noch nicht kannte. Ich stand lange an der Thüre,und rief ihr Bild, ihren Ton, ihren Blick zurück. Ich raffte michzusammen, tanzte weiter — aber das waren Bacchantinnen mitstieren Augen, keine Mädchen. Der volle, Helle Saal ward mireinsam und dunkel. Ich ging hinab, Straße auf und nieder, undkonnte des Eindrucks nicht los werden. Du sollst seiner nicht loswerden, dachte ich. Es ist ja wohl Bestimmung. Ich erkundigtemich nach ihr. Alle hiesigen Officiere in der Garnüon sprachenmit Ehrerbietung von ihr — jedermann ist ihr gut. Wie erhöhtedas meine Empfindung I Wage es, dachte ich — wendete mich anmeinen Vater — und — das übrige wissen Sie — nun erwarteich mein Schicksal.
Kothcnbnrg. Der Gang Ihrer Empfindung ist natürlich.
Lieutenant. Erst später erfuhr ich, daß sie Vermögenhat — das setzt mich vor Ihnen in Verlegenheit — denn ich habekeines. Aber wahrlich, ich suchte nicht darnach. Auf Wort vonEhret
Lothcnburg. Ohne Betheuerungl — Ich traue jedemWorte, das Sie sprechen. Und nun, um Ihre Sache zu enden,bitte ich, sagen Sie das alles, wie Sie es mir gesagt haben, demMädchen selbst, sie weiß, daß ich Ihre» Antrag billige, aber zuentscheiden hat sie selbst.
Lieutenant, Sagen Sie mir — liebt sie einen andern?
Lothenburg. Nein!