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9 (1860) Der Vormund [u.a.] Bewußtsein
Entstehung
Seite
191
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Louise. Nein! mini Meine Liebe, meine Sorge, meinePflege wird Ihre Tage verlängern. Meine Bildung, meine Freudeam Leben ist Ihr Werk. Ihr verjüngtes Alter wird das meinigeseyn. Ich werde wieder geben, was ich empfing. Es ist einBund der Dankbarkeit, der Treue, der reinsten Liebe. Allesweiset mich an Sie. Nichts ist mir werther als Sie. Ich willnicht leben ohne Sie. Ach, und Sie weisen mich von Sichmini neinl Sie weisen mich nicht von Sich.

Rothenburg. Louise an Ihrem Glück will ich michweiden. Mit Ihnen will ich leben. Ich will Sie nie verlassen.Schlagen Sie den Lieutenant aus, Sie sind Herr über Ihre Hand.Aber mich lasten Sie ein ehrlicher Mann bleiben und muthenSie mir nickt zu, diese abgestorbene Hand, dieß Leben voll Qualmit Ihrer Jugend und Ihren Hoffnungen zu verbinden.

Louise. Ihre Qualen würde ich gelindert haben.

Rothenburg. Louisei

Louise. Meine Hoffnungen zerstören Sic so grausam. Ichhabe keine Hoffnungen mehr.

Rothenburg. So zwingen Sie mich vov Ihnen zuscheiden, in fernem Lande, ohne den Trost, den Sie mir gebenkönnen, zu sterben. Denn das will ich, so wahr ich ein ehrlicherMann bin.

Louise. Neinl bleiben Sie. Sie lieben nicht. Ich liebe.Wer liebt, muß leiden. Ich entsage.

Rothcuburg. Gute Tochter I

Louise. Wollen Sie mich denn nicht mehr sehen

Rothenburg. Ihr Glück wird mein Leben fristen.

Louise. Sie haben wohl nie Ihrer lieben Hoffnung entsagt?

Rothenburg. Ja, meine Tochter, oftl

Louise. So lehren Sie mich, wie ich es machen soll. In-dem Sie es thun, werde ich um Ihretwillen leiden, ich werde