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9 (1860) Der Vormund [u.a.] Bewußtsein
Entstehung
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Rothenburg. Daß Sie ihn keimen lernen, daß er

Louise. Ich kenne ihn ja I

Rothenburg. Ich habe ihm gesagt, daß er ihn her-bringen soll.

Louise. Ich kenne ihn ja I

Rothenburg. Er soll ein hübscher Mann sehn!

Louise. Ja!

Rothenburg. Ein sehr braver Mann

Louise. So?

Rothenburg. Ueberhaupt eine wackere Familie. Drumbin ich für seine Wünsche.

Louise (traurig). Ach!

Rothenburg. Ich wünsche Sie glücklich, liebe Louise I

Louise. Ich bin ja glücklich.

Rothenburg. Sie können noch glücklicher werden.

Louise. Wenn Sie mich lieben, wenn Sie mich bei Sichbehalten wenn ach warum will Ihr gutes Herz mich denngar nicht verstehen? (Sie umarmt ihn.)

Rothenburg (erschüttert). ES versteht Sie.

Louise. Und will mich nicht abweisen, will mein Glückund meine Liebe

Rothenburg (sie sanft «on sich lehnend). Nicht Umstürzen,nicht rauben.

Louise. Ach Sie kennen mich nicht, Sie achten michnicht. Mein Herz ist Ihnen zu wenig. So ein ehrliches, dank-ba es Herz.

Rothenburg. Louise! meine Tochter! meine gute Tochter!Sehen Sie mich an. Ich bin fünfzig Jahre alt.

Louise. Ich weiß es wohl.

Rothenburg. Sie sind sechzehn Jahre. Wenn Sie inder Blüihe des Lebens scyn werden, liege ich auf der Bahre.