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9 (1860) Der Vormund [u.a.] Bewußtsein
Entstehung
Seite
116
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ich leide mit meinem Vater, wenn er ans bedrängtem Herzenseufzt. Keine Hofceremonie beschäftige die Seele, von der SieSich Trost wünschen, wenn Sie um meine Mutter mit mirtrauern wollen.

Gchcimcrath. Sohn! O Sohn! welch himmlischesBild! Weiter in dem schönen Traume

Laron. Zur Wirklichkeit! Wovon Sie hoffen und fürch-ten ist der Hof. Zerbrechen Sie diese willkürlichen Bande,dann hängt Ihre Seelenruhe nur von Ihnen ab. Landlebenstärke Ihre geschwächten Kräfte unsre Zimmer umgeben dieIhrigen wir leben nur sür Sie! Sie fühlen Sich verjüngtdurch uiüre Zärtlichkeit! O Gott! welche Würde ist es,Sohn zu seyn I -- Meine Pflichten begeistern mich ja, ich ge-lobe Ihnen volle Liebe für ein herrliches Alter Freude fürGram, Kraft sür Schwäche. Vater, die Würden des Staatshaben Sie gehindert, der edelsten Würde froh zu seyn. Geben Sieihm seine Füttern zurück, um frei und mächtig zu fühlen:Ich bin ein geliebter Vater!" (Sr umfaßt seluc Anlee.)

Gehe! IIIer alh. Die Schwächen des Alters ermüden dieJugend lmit ThrLnen).

Laron (in eben der Stellung, ihn zärtlich ansehend). Ob ichSie liebe?

Gchcimcrath. Kannst Du halten, was Du versprichst?

Laron (steht auf. Mit Würde): Ich verspreche es.

Gchcimcrath (umarmt ihn feierlich. Vach kurzer Pause):Ich verlasse den Hof.

Laron. Golt Lob!

Gchcimcrath. Ich lege meine Dienste nieder und wirgehen auf die Güter nach Franken.

Laron. Tausend Dank!