ich leide mit meinem Vater, wenn er ans bedrängtem Herzenseufzt. Keine Hofceremonie beschäftige die Seele, von der SieSich Trost wünschen, wenn Sie um meine Mutter mit mirtrauern wollen.
Gchcimcrath. Sohn! — O Sohn! welch himmlischesBild! Weiter in dem schönen Traume —
Laron. Zur Wirklichkeit! — Wovon Sie hoffen und fürch-ten — ist der Hof. Zerbrechen Sie diese willkürlichen Bande,dann hängt Ihre Seelenruhe nur von Ihnen ab. Landlebenstärke Ihre geschwächten Kräfte — unsre Zimmer umgeben dieIhrigen — wir leben nur sür Sie! — Sie fühlen Sich verjüngtdurch uiüre Zärtlichkeit! — O Gott! — welche Würde ist es,Sohn zu seyn I -- Meine Pflichten begeistern mich — ja, ich ge-lobe Ihnen volle Liebe für ein herrliches Alter — Freude fürGram, Kraft sür Schwäche. — Vater, die Würden des Staatshaben Sie gehindert, der edelsten Würde froh zu seyn. Geben Sieihm seine Füttern zurück, um frei und mächtig zu fühlen: —„Ich bin ein geliebter Vater!" (Sr umfaßt seluc Anlee.)
Gehe! IIIer alh. Die Schwächen des Alters ermüden dieJugend — lmit ThrLnen).
Laron (in eben der Stellung, ihn zärtlich ansehend). Ob ichSie liebe?
Gchcimcrath. Kannst Du halten, was Du versprichst?
Laron (steht auf. Mit Würde): Ich verspreche es.
Gchcimcrath (umarmt ihn feierlich. Vach kurzer Pause): —Ich verlasse den Hof.
Laron. Golt Lob!
Gchcimcrath. Ich lege meine Dienste nieder — und wirgehen auf die Güter nach Franken.
Laron. Tausend Dank!