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Todbette alles. Er gab mir die Papiere meiner Frau. O schreck-liche, schreckliche Nacht meines Lebens! — Allein kniete ich niederbei dem Todten. und schwur dem Kinde, dem ich Vater und Mutterraubte, Vater zu sepn bis an mein Ende. Ich ehrte DeineMutter in Sophien. Heilig war mir ihre Ehre, ihr Gebeimniß.Ich wollte diese Tochter zu Glück und großem Stande bringen;aber — der Himmel verwirft meine Aussöhnung mit dem Schattenihres ermordeten Vaters. Die Elende liebt einen gemeinenVerbrecher; ihre niedrige Seele ist Deiner Mutter unwerth; siespottet meiner Sorge.
Larou. Nimmermehr, mein Vater, nimmermehr I — Diegute Seele —
Geheimeralh. Ich erhob sie glänzend, und sie fällt öffent-lich! — Die Welt wird sich damit belustigen; der tiefe Grammeines Lebens, meine heißen Thränen, was mir Gesundheit,Freude, Ruhe, was mir das Leben kostete, wird Neuigkeit derVorzimmer, Spott der Höflinge, und das Gelächter des Pöbelswerden. O Sohn! mein Kindl rette mich vor mir selber! HabeErbarmen mit mir! Meine Kraft ist verloren, mein Gehirn istschwach — da heraus kann ich mir nicht helfen — es bringt michum den Verstand.
Larou. Ihr Gefühl ist gerecht. — Ihre Leiden erschütternmich so, daß ich der meinigen vergesse. Sie bedürfen kindlichenTrost — Sie sollen ihn finden.
Geheimrrath. Ach! Deine Liebkosungen sind Mitleiden,und mein armes Herz will Liebe!
Larou. Zärtlich geliebter, unglücklicher Mann! war ichIhnen bisher zu viel Bürger — so bin ich Ihnen dafür jetzt destomehr Sohn! Kein Geschäft soll mich hindern, Ihre trüben Stundenzu kürzen; mögen andre im Cirkel von Halbmenschen lästern;