Geheim erat h. In den Armen meiner Familie und derschönen Natur — soll ein gewissenhafter Blick in mein unruhigesLeben den Tod mir erleichtern. Karl, Deine glückliche Ehekönnte mich meine Schmerzen vergessen lassen. — O Karl! willstDu (saust) mir einst noch Hausfreuden, nach meines HerzensVerlangen, gewähren? — Meine Zeit ist kurz! — sprich!
Üaron. Ich bin ein trauernder Wittwer.
<6 eh cimcrath. Sophie — ist Deine Schwester —üaron. Die Gräfin verdient ein ganzes Herz.
Geheimcrath (bittend). Die Zeit-O Sohn!
üaron (auf seine Hand gebogen). Ihre Hand leite uns!
Geh eimerath. Genug! genug Freude am Abend meinesLebens! — Karl — Dein Gelübde ist schon erfüllt. — Sophienentdecke ich das Geheimniß — Sie begleitet uns —
üaron. Die arme Sophie! Ihre einfache, ruhige Erziehung
— unser Begriff von Glück — der kalte, trockene Graf —
Gehe im crath. Dazu ihre jetzige Lage — Ich versteheDich — Was es mir auch gekostet hat, diese Heirath zu Standezu bringen — ich stehe davon ab.
üaron. Gott lohne Ihnen für diese Billigkeit! — HabenSie dasselbe Gefühl für Ruhberg. — Seit jenem Briefe — und
— ich läugne es nicht — feit der Unmöglichkeit, Sophien zu be-sitzen, sehe ich alles anders. — Schrecklich, daß Menschen, dieich sonst ganz kenne, mich durch meine Leidenschaft mißbrauchten!O ich fühle Reue und Scham über meine Wuth!
Gehclmerath (nachsinu-uv). Was kann ich für ihn thun?
üaron. Ihr Herz ist ganz der Güte und dem Mitleidoffen. In solchen Augenblicken bestimmt der Himmel das Schick-sal guter Menschen. Es ist das Herz, was jetzt entscheidet, —