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9 (1860) Der Vormund [u.a.] Bewußtsein
Entstehung
Seite
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Geheim erat h. In den Armen meiner Familie und derschönen Natur soll ein gewissenhafter Blick in mein unruhigesLeben den Tod mir erleichtern. Karl, Deine glückliche Ehekönnte mich meine Schmerzen vergessen lassen. O Karl! willstDu (saust) mir einst noch Hausfreuden, nach meines HerzensVerlangen, gewähren? Meine Zeit ist kurz! sprich!

Üaron. Ich bin ein trauernder Wittwer.

<6 eh cimcrath. Sophie ist Deine Schwesterüaron. Die Gräfin verdient ein ganzes Herz.

Geheimcrath (bittend). Die Zeit-O Sohn!

üaron (auf seine Hand gebogen). Ihre Hand leite uns!

Geh eimerath. Genug! genug Freude am Abend meinesLebens! Karl Dein Gelübde ist schon erfüllt. Sophienentdecke ich das Geheimniß Sie begleitet uns

üaron. Die arme Sophie! Ihre einfache, ruhige Erziehung

unser Begriff von Glück der kalte, trockene Graf

Gehe im crath. Dazu ihre jetzige Lage Ich versteheDich Was es mir auch gekostet hat, diese Heirath zu Standezu bringen ich stehe davon ab.

üaron. Gott lohne Ihnen für diese Billigkeit! HabenSie dasselbe Gefühl für Ruhberg. Seit jenem Briefe und

ich läugne es nicht feit der Unmöglichkeit, Sophien zu be-sitzen, sehe ich alles anders. Schrecklich, daß Menschen, dieich sonst ganz kenne, mich durch meine Leidenschaft mißbrauchten!O ich fühle Reue und Scham über meine Wuth!

Gehclmerath (nachsinu-uv). Was kann ich für ihn thun?

üaron. Ihr Herz ist ganz der Güte und dem Mitleidoffen. In solchen Augenblicken bestimmt der Himmel das Schick-sal guter Menschen. Es ist das Herz, was jetzt entscheidet,