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9 (1860) Der Vormund [u.a.] Bewußtsein
Entstehung
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8» Hb erg. Ist Ihr Herr Sohn ein Mann ohne Charakter?

und weichen geprüfte Grundsätze der Ueberrebung?

Grhei merath. Herrschaft der Tugend über Leidenschaftwar die Größe meiner Zeit; Uebermmh rasender Leidenschaftenist Tugend und Größe Ihrer Zeit.

8 uHb erg. Ich glaube gewiß, wenn es daraus

G c Heimerath. Ihr andern eure Dichter, eure Künstler

wo ihr einen Großen findet, der Hang znm Sanften hat. zurSchwärmerei so verschwendet ihr Ehre, Kunst nnd Grazieihn so weich, so herab zu stimmen, bis alle Mannheit des Cha-rakters schwindet; dann redet ihr ihm von Weltbürgerschaft,Gleichheit der Stände nährt mit knechtischer Schmeichelei denStolz, wogegen ihr declamirt, verwickelt ihn durch nnzeitiges Mit-leiden, durch euern Eigennutz reicht ihm, in den edelsten Künsten,die ihr schändet, durch Ueberspannung das Gift, das euernLeidenschaften ihn ausliefert damit alles gleich werde! gleichund flach! Stand, Herz, Vermögen und Güter, Ehre, guterName nnd alles! (Gegen das Ende wirft er sich ermattet in einenStuhl.)

8uhberg. Ich bin überzeugt, Herr Geheimerath, Sie setzenden Namen Ihres Sohnes nicht unter das Bild eines Schwäch-lings, noch den meinen unter das eines Betrügers.

Gehe Im erat!) (steht auf. Kalt und hart.) Wen liebt meinSohn?

8»Hb erg. Die Befehle Jhro Excellenz gingen auf einenAntrag; Erforschungen wollten Sie nicht von mir.

Sehrt merath. Ungemein buchstäblich! (Gemildert.) Ichglaubte den Mann vor mir zu sehen, dem ich meinen Kummeranvertraute; (als nach einer Pause keine Antwort folgt, härter)aber ich sehe, ich habe mit dem Emissär meines Sohnes zu thun.