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9 (1860) Der Vormund [u.a.] Bewußtsein
Entstehung
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Echcimcralh (geht einige Schritte mit unterdrückter Bewegung).Mein Sohn liebt die Gräfin nicht?

Lu Hb erg. Ihr Herr Sohn wünscht seine Vermählung;wird nie eine andre, als seinem Stand: gemäße, eiugehen, undhat es sich Vorbehalten, mit Jhro Excellenz selbst darüber zu reden.

Echeimcrath. So? Sol wieder eine allgemeine Ab-fertigung von der Art, wie ich sie stets erhielt! Mein Sohnsoll wissen, daß ich nnn nicht länger Und Sie? Sie, der- (Gerührt.) Muß ans die Art die Sorge eines Mannes ver-golten werden, der (Er nimmt einen festen Ton.) Dsn Wunsch,daß er Dienste nehme, muß ich wohl auch fahren lasten mußich? Sie zucken die Achseln? Brav l brav! Sie schweigen?

Lu Hb erg. Ihr Kummer, gnädiger Herr, rührt mich ebenso sehr, wie der Schmerz besten, dem man ein Opfer zumuthet,das er nicht bringen kann.

Gehctmcralh. Fräulein Sophie spricht auch so?

Ln Hb erg (schwer). Ich wünsche dem Fräulein Ergebung!

Gchrlmcrath. Also Hab' ich meinem Hause nie Opfergebracht? Mir kalt und tyrannisch, wie ich bin kostetedas gar nichts, was ich für die Ehre meines Hauses lhat? Ichhatte kein Gefühl, kein Herz, das Feuer der Jugend war nie inmir? Mein Sohn und das Fräulein fühlen edler, menschlicher,weiser! Ehre, die durch vier Jahrhunderte der Vorfahr dem Nach-kommen zu Treue und Glauben heilig übergab ist Chimäre!Ein Roman von vierzehn Tagen sagr's, und siegt über alle Heldcn-tugenden des edelsten Stammes im Reiche.

Lnhbcrg. Jhro Excellenz leiden schmerzlich! Wie dürfteich es jetzt wagen, etwas zu sagen, das Ihren Kummer linderte?

Echcimerath. Möchten Sie lieber für gut befunden habe»,etwas darum zu thuu! (Kalt.) Ich gestehe! ich habe mehr vonIhrer Ueberredung erwartet.