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9 (1860) Der Vormund [u.a.] Bewußtsein
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weniger elend glaube, so lange ich mein Elend allein kenne.. DieTheilnahme eines Mannes, wie Sie ist so wohlthätig! Aber,wenn Sie wüßten, wie oft, wie grausam ich in der Welt gemiß-handelt worden bin, wo ich mich von ganzem Herzen hingab; wieglänzend ich von Ihrem Stande hervorgezogen ward, um kalt,hämisch und öffentlich zurückgestoßen zu werden! wenn ich Ihnensage, daß ich durch meine thörichte Liebe zum Schimmer, durchden Glauben an Versprechungen, an die man schon nicht mehrdachte, als man sie that, durch die Dinge, die unter Ihnen selbstnichts nur von Ihnen gegen Bürger gelten wie ich so da»Opfer Ihres Standes ward, wie ich im Elende verlacht wieich um den Himmel auf Erben O, ich kann nicht mehr! ich

Larou. Armee Ruhbergl seyn Sie nicht vor Ihrem Freundeverschlissen, weil viele unter uns mit Versicherungen tändeln, undWorte von der wichtigsten Bedeutung gedankenlos brauchen. Ichwill Ihnen Beweise geben, daß ich Ihr Vertrauen verdiene.

Ru Hb erg. Habe ich Sie beleidigt?

üarou. Nein. Ich kam hierher, um Ihnen ein Geheimnißanzuvertrauen, das mir wichtig ist; so wollte ich mir Ihr Ver-trauen verdienen.

Knhberg. Gütiger Mann!

üarou. So bleibe es. Lassen Sie mich zuerst reden! gebenSie mir Ihren Rath dann reden Sie I Einer helfe dem an-dern, einer trage mit dem andern: so sey's beschlossen! (Sle gebensich die HLnbe.) So vereinigen sich hier zwei Seelen, die sich ver-stehen. lSle umarmen sich.)

Nuhberg. Ich bin ein armer, unglücklicher Mensch, worinkönnte ich meine Freundschaft sür Sie, so thätig werden, daßes meinem Versprechen Würde gäbe? Ich gelobe Ihnen Treue!