Christ lau. Ermannen Sie Sich! Geben Sie Sich nichtnoch —
Nutzberg. Ich kann nicht hier bleiben, ich fühl' rs!
O Vater! — wenn Du um bas Schicksal Deines armen,reuigen Verirrten weißt — schrecklich ist Deine Prophezeiungerfüllt! — Sieh, in diesem Augenblicke, wo Tod — Tod! dieeinzige Labung für mich ist — gedenke ich meines Versprechensund lebe!
Christian. Und Ihre Mutter —
Unhbcrg (sanfter!. Ach Gott!
Christian. Wollen Sie ihr den einzigen Trost nehmen?was schrieb sie neulich noch? „Deine Briefe, Eduard, erhaltennoch das Licht, das eben verlöschen will!" — Was sie wohl jetztschreibt? (Er nimmt den Brief heran« ) Da! Ach möchte er denTrost in Ihr Herz gießen, den Ihnen Ihr alter Diener wünscht!ttilhbrrg (erbricht, liest stille, trocknet sich die Augen). Endlich!
— — Gottlob I
Christian. Was ist?
Kuhberg. Das Haus ist für eils tausend Lhaler verkauft
— die fünf tausend Thaler find an den würdigen alten Mannzurllckbczahlt — das übrige bekommt meine Schwester —
Christian. Gottlob!
Unhbcrg (liest weiter) „Liebe für Deine Mutter — inallem Unglück auf Dein Herz gerechnet" — (Er seufzt und nimmtden andern.) — — Christian I Sie hat wieder Farbe und Schlaf,sagt meine Schwester — sie geht wieder aus! sie geht wieder aus!(Innig.) O Gott!
Christian. Neulich übernahm mich der Kummer, da sagtenSie: Christian, wir müssen Geduld haben, wenn uns nur dann