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9 (1860) Der Vormund [u.a.] Bewußtsein
Entstehung
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Inbegriff der übrigen alle: von dem BewußtseynkBewußlseyn kann dem ausgestoßenen, schmutzigen Betller einenBlick der Herrlichkeit geben, nm den ein Monarch Schätze ver-schwenden wüide, wenn er ihn nachäffen könnte I Ich hatte eS

ich Hab' es verloren, und mit ihm den Mnth, die Krast, dieNahrung zu allem was groß und edel ist I Ich habe es ver-loren I und nnn, wo lebt ein Mensch, der das mir wieder-geben könnte?

Ehr Ist tan. Lieber Herr, haben Sie Geduld. Gottweiß, ich wollte, Sie wären nie hergekommen: aber da es nuneinmal so ist bessere Men'chen finden Sie nicht

kuhbrrg. Nie wurden bessere Menschen so von Böse-wichtern hintergangen; das arglose, edle Herz des Geheimerathswird betrogen; die gerechte Sache wird vor meinen Augen ver-rathen; die Stützen der Armen werden Schwelgern verhandelt;ich weiß es und darf nicht reden I Ja, neulich erwärmte michMenschenliebe, Hochherzigkeit hob mich, muthig wollt' ich etwasunternehmen I Auf einmal überfiel mich das Gefühl meinerSchande ich hörte Bezannelti fragen:Wer bist denn Du?"

und Bewußlseyn brannte glühend die Wange des trotzigenSünders, demüthig trat ich zurück, ein Verbrecher, ein Elenderwie er; zuriickgefioßen in allen Gefühlen von Menschenwürde,durch daö Bewußlseyn einer einzigen schändlichen Minute.Vernichter einer ganzen Familie Vatermörder! Ach, indiesem Busen schlägt ein Herz voll Menschenliebe, Religion, Durstnach edlen Thaten und dennoch Vatermörder! Vatermörderdennoch. (Er wirft sich In einen Stuhl 1

Christian. Um Gottes willen! Ach, so Hab' ich Sie seitdes seligen Herrn Tode nicht geseben!

Kuhbcrg. Nur Einen Rath kannst Du mir gebenkaufsvringend) von hier zu gehen ans der Stelle! ich will es!

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