38
und wann der Himmel eine Frendenthräne schenkt I — Wie? Oderwäre das keine Frendenthräne, was mitten im Leiden da auf derSchwester Brief hinfällt?
kuhbcrg (»och immer lesend). Guter Mann! —
Christia». Wen-, Sie nun der Mutter doppelt die Freudegewähren, die dem Vater hätte werden können?
kn Hb erg. Ach, wir hätten gan; für diese Mutter gelebt —Sophie und ich l — Ihr Herz verstand sie so gut — nur ansden Briefen I
Christian. Die Vorsicht ist nicht unversöhnlich!
Lahberg. Sie ihut keine Wunder für Verbrecher; und dasLaster straft sich in seinen uothwendigen Folgen selbst!
Christian. Wenn nun diese Sophie noch die Krone Ihre«Leidens würde — wenn nnr Geduld zum Ziele führte — wenn
-ach, ich kann es nicht so sagen — Sie sind ein verständiger
Herr, und misten das bester als ich! aber ich liebe Sie, und ichspreche jetzt — ja ich spreche im Namen Ihrer ganzen Familiemit Ihnen. — Der junge Baron ist Ihr Freund — vertrauenSie Sich ihm ganz an.
Lahberg. Ich werde beschimpft!
Christian. Einmal habe ich mirS vorgenommen, vomHerzen weg mit Ihnen zu sprechen — so — so sordre ich esjetzt als eine Belohnung! Sie sollen dem Anschein nicht weichen
— den Spitzbuben das Feld nicht lasten. Es geht Ihnen gut
— es muß Ihnen gut gehen — das behaupte ich — für Leidenist Lohn! — Wollen Sie? — E« gereut Ihnen, wahrlich nicht.
Lahberg. Freund im Elend! Dankbar für Gutthaten,die Du mäßig nahmst, wo andre schwelgten — von allen Haus-freunden meines Vaters der einzige, der aushielt — der sein Herzund seinen letzten Heller mit mir theilte — Dein Rath setz mir