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9 (1860) Der Vormund [u.a.] Bewußtsein
Entstehung
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Ruhlicrg. Vertrauen und Gnade des Geheimeraths nehmenzu. Heute befiehlt er mir, daß ich mit dem Baron von einerHeirath mit der Gräfin Louise spreche; erklärt mir, was ich nichtwußte was Sophie selbst nicht wußte daß sie von altemAdel sep nimmt nicht undeutlich einen gewissen HerzenSantheilan ihr; versichert, sie sep eine Partie von zwanzig tausendThalern und befiehlt mir den Ehekontrakt zwischen ihr undGraf Meldenstein aufzusetzcn. c«aut w-tn-nd,» Ich liebe sie un-aussprechlich!

Christian. Armer Manul

Knhberg. Und bin unaussprechlich elend I Zwar

lärmte ich von der Neigung des jungen Barons für mich etwashoffen aber ich kenne den Geheimeralh; seine Unbiegsamkeitbei aller Herzensgute; das Gefühl seines Standes. Bezannettiwird diese Liebe ausspähen die Kaufleute das schrecklicheGebeimniß mein Glück, das alles in Gährung brachte esist mit mir vorbei! Liebe gab mir Muth zu widerstreben;jetzt kann ich nicht mehr!

Christian tThränen verbergend). Aber Sie sehen es auch garzn schwarz.

U» Hb erg. Das Glück, das mich den Gesetzen entzog,das mir Verzeihung gab war ein unbarmherziges Glück!Was ist ewiges Gesängniß, was der Tod auf dem Schaffstgegen dieß Gefühl, gegen die langsame Entehrung der Menschheitan mir?

Christian. Eine Reue, wje die Ihrige, kann auS-söhnen. Sie haben so manches Gute, das Menschen glücklichmachen kann.

Uuhberg. O Christian! Wohl von mancher Tugend läßtsich der Schein erheucheln, nur von einer nicht, denn sie ist der