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Ruhlicrg. Vertrauen und Gnade des Geheimeraths nehmenzu. — Heute befiehlt er mir, daß ich mit dem Baron von einerHeirath mit der Gräfin Louise spreche; erklärt mir, was ich nichtwußte — was Sophie selbst nicht wußte — daß sie von altemAdel sep — nimmt nicht undeutlich einen gewissen HerzenSantheilan ihr; versichert, sie sep eine Partie von zwanzig tausendThalern — und befiehlt mir den Ehekontrakt zwischen ihr undGraf Meldenstein aufzusetzcn. c«aut w-tn-nd,» Ich liebe sie un-aussprechlich! —
Christian. Armer Manul
Knhberg. Und bin unaussprechlich elend I — Zwar
lärmte ich von der Neigung des jungen Barons für mich etwashoffen — aber ich kenne den Geheimeralh; seine Unbiegsamkeitbei aller Herzensgute; das Gefühl seines Standes. — Bezannettiwird diese Liebe ausspähen — die Kaufleute — das schrecklicheGebeimniß — mein Glück, das alles in Gährung brachte — esist mit mir vorbei! — Liebe gab mir Muth zu widerstreben;jetzt kann ich nicht mehr!
Christian tThränen verbergend). Aber Sie sehen es auch garzn schwarz.
U» Hb erg. Das Glück, das mich den Gesetzen entzog,das mir Verzeihung gab — war ein unbarmherziges Glück!Was ist ewiges Gesängniß, was der Tod auf dem Schaffstgegen dieß Gefühl, gegen die langsame Entehrung der Menschheitan mir?
Christian. Eine Reue, wje die Ihrige, kann auS-söhnen. Sie haben so manches Gute, das Menschen glücklichmachen kann.
Uuhberg. O Christian! Wohl von mancher Tugend läßtsich der Schein erheucheln, nur von einer nicht, denn sie ist der