Druckschrift 
9 (1860) Der Vormund [u.a.] Bewußtsein
Entstehung
Seite
34
Einzelbild herunterladen
 

3L

thätig zu werden? meiner Mutter zu helfen nichtwahr?

Christian. Ja, damit Hab' ich Sie bei mir entschuldigt.

Kn Hb erg. Hast Du? Sich Christian, hier geht meinUnglück an! Den Ansprüchen auf Glück konnte ich ent-sagen den Drang nach Liebe konnte ich nicht in mirersticken.

Christian. Wie?

Kn Hb erg. Bei dem Gebeimeratb sähe ich seinePflegetochter Sophie, und wurde getroffen mein Engelwarnt mich ich trete zurück widerstebe meinem Herzen

aber sie bemerkt auch mich! Mein Schicksal will ichbleibe hierl

Christian. Darum?

Rnhbcrg. Jedermann nennt sie Fräulein! Kompli-

ment, wobei niemand denkt, ob es ihr gebührt! Außereinigen Artigkeiten, welche ihr der junge Baron ohne Bedeutungagt, erklärt niemand sich für sie. Sie liebt mich schwärmerischliebt sie mich! Der Geheimerath schätzt mich. EinigeZeit noch arbeitsam hier dachte ich hernach ein mäßiger,stiller Landdienst! diese Sophie, meine Mutter, mein ehrlicherChristian vorher noch ein Besuch bei meiner Schwesterdann einige schattige Bäume um meine kleine Wohnung, reineLuft, arbeitsame Menschen um mich her, ein dankbares Herz im

Bnsen-gute Nacht Stadt und Größe, Hof und Welt! wir

sind für einander todt! Der Gedanke machte mich heiter undwohl; hob mich über Schwierigkeit und Kabale, Bosheit undBezannetti I

Christian. Ach, bester Herr! wann reisen wir,in dieseglückliche Wohnung?