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seit der unglücklichen Stunde umher, und meine Seele findetkeine Ruhe. Habe ich mir nntcrdeß einen glücklichen Traumerlaubt, so war es der: der Himmel möchte mir gewähren,in einem unbekannten Winkel über meinen Verfall zu denkenund zu weinen. In dieser Zeit sollte ich zu Wien bei einerGesandtschaft augefiellt werden. Damals, ich gesteh' es, wachtennoch einmal die Träume meiner frühen Jugend wieder auf.Ich fühlte eine größere Bestimmung — meine niedergedrücktenKräfte erhoben sich mächtig I — Und doch — bin ich nicht schleunigdieser glänzenden Aussicht entflohen, eben weil Reiz de» Glänzendenmein Verderben ward?
Christian. Wollte Gott, Sie wären bei dem Gedankengeblieben I aber —
Rnhbrrg. Ich lebte die drei Jahre von dem Ersparnis!meines Schwager«. Er erhält auch meine Mutter — seine Be*dürfnisse nehmen mit seiner Familie zu. Es wurde Pflicht, selbstder Hülse zu entsagen, die er — großmütbig genug war, mirnie zu versagen. — Mit diesem Vorsatz, nnd Empfehlungenan den jungen Baron, komme ich hieher. Ich suche nur demMangel zu entgehen: mein Schicksal will es — daß ich gefalle.Der Baron, dieser edle junge Mann, nimmt sich meiner an —erwirbt mir die Erlanbniß, meine Geschichte zu verschweigen. Erdeckt mich gegen alle Frage», und thnt selbst keine. Man über-häuft mich mit Güte, dringt in mich, ich gebe nach — nnd soführt mich das Schicksal wieder in Verbindung mit der Klaffe, diemein Unglück machte
Christian. Leider! Sie machen mir Luft! Leider!
Kn Hb erg Warum schwand mein fester Vorsatz? warumvergaß ich die Lehre meines Erretters? „Bleibe Er beiseines Gleichen! — Meinen Schwager zn erleichtern etwa5 ffland. »hcatrat. Werke. IX. 3