Druckschrift 
2,1 (1826)
Entstehung
Seite
380
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Eisen.

in geschmeidiges Eisen verwandelt wurde. Reaumurschlug dieses vor, und Lucas führte die Operation aufdie Art aus, dafs das Roheisen in ein Gemenge von Blut-steinpulver und kohlensaurem Kalk eingepackt wurde;aber die Erfahrung hat gezeigt, dafs die chemische Naturdes Eisens dadurch nicht verändert wird, und dafs mandenselben Zweck erreicht, wenn es in Sand oder in Koh-lenpulver erhitzt wird. Die Veränderung, welche das Roh-eisen dabei erleidet, ist also von derselben Art, wie dasTempern des Stahls, oder wie die langsame Abkühlungdes Glases.

Wenn Roheisen lange unter Wasser zu liegen kommt,wird es zersetzt, das Eisen von der im Wasser befindli-chen Kohlensäure aufgelöst und weggeführt. Es bleibteine graue, dem Graphit ähnliche Masse zurück. Als manvor einigen Jahren in der Gegend von Carlscrona Kano-nen aus einem seit 50 Jahren versunkenen Schiffe an denTag brachte, fand man ihre Masse bis zu einem Drittelin diesen porösen Körper verwandelt; sie waren kaumi Stunde der Luft ausgesetzt, so fingen sie an so heifs zuwerden, dafs das rückständige Wasser in Dampfgestaltentwich, und dafs man sie mit der Hand nicht anfassenkonnte. Macculloch hat nachher bemerkt, dafs diesesmit dem so gebildeten graphitähnlichen Körper immer derFall ist, und dafs er sich unter Aufnahme von Sauerstoff-gas beinahe bis zum Glühen erhitzt. Was dabei vorgeht,ist aber im Ganzen nicht ausgemittelt.

Bergman hat uns die ersten wissenschaftlichen Be-griffe über die Zusammensetzung des Roheisens gegeben.Er fand, dafs, je dunkeier es war, eine um so geringereMenge Wasserstoffgas bei der Aufiösung in Säuren ent-wickelt wird, und er schlofs daraus, dafs das Roheisenein weniger vollkommen reducirtes Eisen wäre, welchesaufserdem, in Ansehung des dabei unaufgelöst zurückblei-benden Graphitgehalts, Kohlenstoff enthalten mufste. AusBergmans Versuchen sthlofs man später, dafs das Roh-eisen eine dreifache Verbindung von Eisen, Sauerstoffund Kohlenstoff wäre; und obgleich ältere Chemiker zu