Kobalt.
bekannt unter dem Namen Glanzkobalt; ferner mit Arsenikund Eisen, im sogenannten Speifskobalt; bisweilen findetes sich auch als Oxyd und als arseniksaures, höchst seltenaber als schwefelsaures Kobaltoxyd. Das am meisten ge-suchte Kobalterz ist der bei Tunaberg in Södermanlandvorkommende Glanzkobalt. Kobalt ist auch ein seltenfehlender Bestandtheil der Meteorsteine.
Die Erze dieses Metalls sind schon früh benutzt wor-den, um dem Glase eine blaue Farbe zu geben. Ein Glas-arbeiter, Namens Schürer, soll es im Jahr 1540 zuerstdazu angewandt haben. Das Metall selbst wurde im Jahr1733 von einem schwedischen Chemiker, Namens Brandt,entdeckt. Den Namen Kobalt bat es von Kobolt, Cobolus,erhalten, womit die abergläubischen Arbeiter des Mittel-alters einen bösen Berggeist bezeichneten, und es scheint,dafs sie diesen Erzen deswegen einen solchen Namengaben, weil, wenn sie in den Gruben vorkamen, dieArbeiter durch das versprechende Aeufsere dieser Erzegetäuscht wurden. In späteren Zeiten, da sie zum Fär-ben von Glas und Porzellan in Menge verbraucht wur-den, sind die Kobaltgruben mit grofsem Gewinn betrie-ben worden.
Da dieses Metall selbst in metallischer Form nichtangewandt wird, so geschieht seine Reduction auch nie-mals im Grofsen, sondern es wird zu den Versuchen derChemiker von ihnen selbst bereitet, und es ist eine sehrschwere Sache, ein völlig reines Kobaltmetall zu erhalten.Im Ganzen folgt man bei der Darstellung des Kobaltsganz denselben Prozessen, welche für das Nickel vorge-schrieben sind. Sowohl das Arsenik, als auch andere fremdeMetalle, werden nach den bei dem ebengenannten Metallgegebenen Vorschriften abgeschieden, bis das Kobalt unddas Nickel allein Zurückbleiben. Sie begleiten einanderso ohne Ausnahme, dafs meines Wissens keins derselbengefunden worden ist, welches nicht eine Spur vom ande-ren enthalten hatte.
Um das Kobalt von Nickel zu befreien, bedient mansich am liebsten einer von Laugier erfundenen Reini-