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2,1 (1826)
Entstehung
Seite
333
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Scheidung des Kobalts vom Nickel. 333

gungsmeihode. Die Oxyde werden mit koblensaurem Kalioder Natron gefällt, mit Wasser wohl gewaschen und zuihrer vollen Sättigung mit Oxalsäure übergossen. Ueber-schiissige Säure löst keins davon auf. Die Flüssigkeit wirdabgegossen, und die Oxalsäuren Salze werden in kausti-schem Ammoniak aufgelöst, worauf die Flüssigkeit mitWasser verdünnt und in einem Abdampfungsgefäfse sichselbst überlassen wird. Das Ammoniak verfliegt dann unddas Nickelsalz wird als ein grünes Pulver niedergeschla-gen, während das Kobaltsalz in der Flüssigkeit aufgelöstzurückbleibt. Man giefst die klare Auflösung in ein an-deres Gefäfs ab, wo sie noch 24 Stunden gelassen wird,und wenn sich kein Nickelsalz mehr abgesetzt hat, dampftman es zur Trockne ab. Sie ist jetzt nickelfrei, aber dasniedergeschlagene Nickelsalz ist nicht von Kobalt befreitund kann nach schon gegebenen Vorschriften gereinigtwerden. Hat man sich hingegen der Methode vonPhilips bedient, um Nickel von Kobalt abzuscheiden(S. 321.), so erhält man, nach Ausfällung des Nickelsmit kaustischem Kali, das Kobalt in der ammoniakalischenFlüssigkeit aufgelöst. Die Flüssigkeit wird abgedarnpft,wobei sich das Kobaltoxyd höher oxydirt und als einbraunes Pulver niederfällt.

Das Kobaltoxyd wird nicht, so wie das Nickeloxyd,in einer höheren Temperatur ohne Zusatz reducirt, undum bei der Pieduction einen Ueberschufs von Kohlenstoffzu vermeiden, bedient man sich am liebsten des Oxalsäu-ren Kobalts, welches bei einer höheren Temperatur inkohlensäures Gas und Kobaltmetall zersetzt wird, bedecktdieses dann mit metallfreiem Glaspulver und schmilzt esin einem verkitteten Tiegel, so wie ich es bei der Re-duction des Nickels erwähnt habe. Das Kobaltoxyd kannauch durch Wasserstoffgas reducirt werden, wobei dasreducirte Metall eben so pyrophorisch wird wie das Nik-kei, besonders wenn es z. ß. Thonerde enthält.

Man hat die Eigenschaften des Kobalts in dem Zu-stande von Reinheit, in welchem man es durch die vor-hergehende Operationsmethode erhält, noch nicht unter-