einer Auflösung von Zinn in Chlorwasserstoffsäure ent-bunden wird, ist immer Arsenik gewesen.
Zinnlegirungen.
Die meisten geschmeidigen Metalle werden durchZusatz von Zinn spröde und weniger geschmeidig; mannannte deswegen vormals das Zinn Diabolus rnetallorum.Zinn verbindet sich leicht mit Kalium und Natrium.Die erhaltenen Verbindungen sind weniger leichtflüssig alsZinn, und die Kaliumverbindung entzündet sich leicht inder Luft, wenn sie mehr als . 1 . Kalium enthält. DurchGlühen von granulirtem Zinn mit saurem weinsaurenKali oder Natron nimmt das Zinn eine kleine Mengedieser Metalle auf. Selen und Zinn schmelzen mit Feuer-erscheinung leicht zusammen. Das Zinn bildet dann eineangeschwollene Masse von grauer Farbe mit starkem,metallischem Glanz, besonders an den Stellen, die andem Glasgefäfse gelegen hatten, oder wenn sie mit demPolirstahl gerieben werden. Beim Rösten wird es leichtzersetzt; es verdampft Selen, und Zinnoxyd bleibt zurück.Man erhält Selenzinn im Maximum, wenn Zim'.chlorid mitSelenwasserstoff gefällt wird. Arsenik und Zinn gebeneine Metallmasse, die weifser, härter und klingender alsreines Zinn ist. Ein Gemische von 15 Th. Zinn und 1 Tb.Arsenik krystallisirt in breiten Blättern wie Wismuth. Esist schwerflüssiger als Zinn, und wird durch Schmelzenin offener Luft zersetzt, wobei Arsenik verflüchtigt wird.Die Verbindung wird mit Entwickelung von Arsenikwas-serstoffgas in concenlrirter Chlorwassersloffsäure aufgelöst.Die Verbindung des Zinns mit Molybdän ist ein un-schmelzbares Pulver. Mit Wolfram giebt es eine hell-braune, poröse und etwas streckbare Mischung. Zinn mitAntimon giebt ein weifses, hartes und klingendes Ge-mische. Man soll es zu den Platten, worauf Noten gra-virt werden, gebrauchen. Das Pewter der Engländer (dasZinn, welches zu Trinkgefäisen verarbeitet wird) enthält-jtg- seines Gewichts Antimon. Das schönste Pewter sollbestehen aus: 100 Th. Zinn, 8 Th. Antimon, 1 Th. Wis-