Musivgold. 281
riebenem, auf dem nassen Wege bereitetem, und imMaximum geschwefeltem Zinn digerirt, so nimmt t 's Ka-lium Schwefel davon auf und es .scheidet sich Zinn aus,wodurch die intermediäre Schwefelungsstufe entsteht, unddie Farbe in die lederbraune übergeht. Wird diese Ver-bindung darauf mit kaustischem Kali übergossen, so wirdsie schwarz, es löst sich Musivgold auf, und es bleibtSchwefelzinn im Minimum zurück. Musivgold kann dieRothglühhitze nicht vertragen, ohne zersetzt zu werden.Setzt man es einer sehr langsam erhöheten Temperaturaus und bricht die Operation ab, ehe alles zersetzt ist,so erhält man am Boden Schwefelzinn im Minimum, inder Form einer dunkeln, bleigrauen, blasigen Masse.Ueber dieser liegt eine i bis i Linie dicke Lage der in-termediären Schwefelungsstufe, und die oberste Schichtwird von unzersetztem Musivgolde gebildet. Der geringeDurchmesser der mittelsten Lage zeigt an, dafs diese eineunbedeutend höhere Temperatur als das Musivgold ertra-gen kann. Es sublimirt sich Schwefel, und wenn dasMusivgold, wie es bisweilen geschieht, nicht recht reingewesen ist, erhält man zugleich ein Wenig Zinnober.D ,is Zinn nimmt im Musivgolde doppelt so viel Schwefelauf, als im Schwefelzinn im Minimum; es besieht ausG4,ö3 Th. Zinn und 35,37 Th. Schwefel. Man bedientsich des Musivgoldes theils zum Bronziren und zur Gold-lärbe auf Holz, theils als eine Belegung der Kissen aufElektrisirmaschinen, um die Elektricität zu vermehren.
Mit Phosphor kann das Zinn leicht auf die, beiandern Metallen angeführte Weise verbunden werden.Phosphorzinn ist silberweifs, weich, läfst sich hämmernund mit dem Messer schneiden, krystallisirt während derAbkühlung, und hat eine blättrige Textur. Wirft manFeilspähne davon auf glühende Kohlen , so entzünden siesich und der Phosphor verbrennt mit Flamme. Es ent-hält, nach Pelletier, 15 Procent Phosphor.
Ob Zinn mit Kohlenstoff oder mit Wasserstoffverbunden werden kann, ist noch unbekannt. Der Metall-gehalt, der in dem Wasserstoffgas gefunden ist, das aus