Wismutlioxyd. Scliwefelwismuth. 263
Dieses Verhalten, welches aufser der Farbe dem des Ku-pferoxyduls ähnlich ist, scheint zu zeigen, dafs das Sub-oxyd des Wismuths Salze bildet, wenigstens auf demtrockenen Wege.
b) Das Oxyd wird auf dem trockenen Wege ge-bildet, wenn das Wismuth bis zur Weifsglühhitze erhitztwird, wobei es sich entzündet und mit einer kleinen blauenFlamme brennt, die doch kaum merkbar ist. Es sublimirtsich dabei das Oxyd als ein gelbes Pulver. Wird das Wis-muth in Wasserdämpfen erhitzt, so oxydirt es sich beikeiner Temperatur. Die beste Art, das Oxyd des Wis-muths zu erhalten, ist, Wismuthmetall in Salpetersäureaufzulösen, die Auflösung mit Wasser niederzuschlagenund den Niederschlag zu glühen. Man erhält ein stroh«gelbes Oxyd, welches in stärkerer Hitze zum dunkelbrau-nen oder schwarzen, undurchsichtigen Glase schmilzt, daswährend des Erkaltens wieder heller wird, eine gelbeFarbe annimmt und im Schmelzen Erden und Metalloxydeleicht auflöst. Das eigenth. Gewicht des geschmolzenenOxydes ist 8,211. Das Wismuthoxyd wird von kausti-schem Kali und Natron, und zum Theil auch von kau-stischem Ammoniak aufgelöst. Nach Lagerhjelms Ver-suchen nehmen 100 Th. Wismuth 11,275 Th. Sauerstoffauf, und 100 Th. Oxyd bestehen aus 89,27 Th. Metallund 10,13 Th. Sauerstoff.
Schwefel wismuth.
Mit Schwefel verbindet sich das Wismuth leicht.Die Verbindung hat Metallglanz, krystallinische Textur,und ist strengflüssig. Ihr eigenth. Gewicht ist 7,501. Siekommt unter andern bei Riddarhyttan, in Westmanland,krystallisirt vor. 100 Th. Wismuth nehmen, nach La-gerhjelm, 22,52 Th. Schwefel auf. 100 Th. Schwefel-wismuth enthalten also 18,49 Th. Schwefel. Lagerhjelmfand, dafs sich Schwefel wismuth mit reinem Wismuth inallen Verhältnissen zusammenschmelzen läfst.
Wismuth hat zum Phosphor eine sehr schwacheVerwandtschaft. Schmilzt man das Metall in einem glä-