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Wismuth.
Wismuth soll jedoch, nach Chaudets Angabe, etwasbiegsam sein. Ein gegossener Stab von Wismuth, _ r 5 Zollim Durchmesser, trägt, nach Muschenbrock, ein Ge-wicht von ungefähr 4S Pfund. Dieses Metall hat einegrofse Neigung zur Krystallisation, und man erhält es mitder gröfsten Leichtigkeit krystallisirt, wenn z. B. 2 PfundWismuth in einem Tiegel von Thon, welcher in einengröfseren, mit Sand umgeben, gestellt ist, und darauf derAbkühlung überlassen wird, was durch die dicke Umge-bung sehr langsam statt findet. Sobald das Metall andem Rande und an der Oberfläche erstarrt ist, macht manein Loch in die erstarrte Oberfläche und giefst das nochFlüssige aus. Nachdem der Tiegel kalt geworden ist,klopft man das Metall heraus und theilt den Klumpen inzwei Theile; man findet dann auf der inneren Seite trep-penförmige, pyramidalische Krystallisationen, die den Kry-stallen des Kochsalzes ganz ähnlich sind. Die Grundfigurdes Wismuths ist, so wie diejenige der meisten Metalle,ein regelmäfsiges Octaeder. Sein eigenthümliches Gewichtist 9,S3, aber durch vorsichtiges Hämmern kann es so zu-sammengeprefst werden, dafs es 9,S827 wird. Es istleichtflüssiger als Blei und fliefst, nach Creightons Ver-suchen , bei -{-246°. Hat man es geschmolzen, so kühltes sich zu -j-242^° ab, ehe es zu erstarren anfängt. Ineiner hohen Temperatur ist es flüchtig und läfst sich inverschlossenen Gefäfsen überdestilliren, wobei es sich inBlättchen sublimirt.
W ismutli oxy<le.
Wismuth verbindet sich leicht mit dem Sauerstoff.a) In der Luft läuft es an der Oberfläche an und ver-wandelt sich in ein rothbraunes Suboxyd. Man erhältdieses ebenfalls, wenn das Metall bei gelinder Hitze inoffener Luft geschmolzen wird. Es ist wenig untersucht.Wenn WismuLh mit saurem phosphorsauren Natron vordem Löthrohr auf Kohle geschmolzen und darauf in derReductionsflamme erhitzt wird, so erhält man ein klaresGlas, welches beim Erkalten eine schwarze Farbe annimmt.