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Wirk, der Kupferpräpar. auf Thiere.
groben Wischlappen auf der Oberfläche des Kupfers um-hergerieben wird, bis dafs sich diese mit einem Häutchenvon Zinn überall bedeckt hat, wonach das überflüssigeZinn abgestrichen und ausgegossen wird. Diese Opera-tion ist so einfach, und es ist von so großer Wichtigkeit,dafs sie von Zeit zu Zeit auf Kochgefäfsen von Kupfergemacht werden kann, dafs man in letzteren Zeiten an-gelängen hat, sie von Dienstboten verrichten zu lassen.
Die Anwendbarkeit des Kupfers in der Oekonomieund den Künsten zu beinahe unzähligen Bedürfnissen istallgemein bekannt. Man bedient sich seiner farbigenOxyde und Salze zu Malerfarben und in der Pharmacieund Medicin. Sie sind stark zusammenziehend und stär-kend, erregen in gröfseren Dosen Erbrechen und in einernoch gröfseren Menge eingenommen, äufsern sie giftigeWirkungen, Kolikschmerzen, Erbrechen, Diarrhoe u. s. w.Das beste Mittel, diese Folgen zu heben, ist eine starkeAuflösung von Zucker in Wasser, die in Menge einge-nommen wird. Die Wirkung des Zuckers ist hiebei sokräftig, dafs, nach Orfila’s Versuchen, eine Dose Grün-spahn, die innerhalb 2 Stunden einen Hund würde getöd-tet haben, ihm keine Art von Unannehmlichkeit verur-sacht, wenn er mit viel Zucker gemischt ist. Duvalinjicirte in den Magen eines Hundes 4 Loth Grünspahnin Essig aufgelöst, und nach einigen Minuten injicirte er8 Loth Zuckersyrup, welches mit einem Zwischenraumvon einer halben Stunde noch 2 Mal wiederholt ward,wodurch also 24 Loth Syrup eingegeben wurden. DieSymptome von Vergiftung, welche sich anfangs einstell-ten, hörten auf und der Hund blieb gesund. Aeufserlichwirken seine Präparate, in geringer Quantität, zusammenzie*hend, und in gröfserer reizend oder selbst als Aetzmittel.In den Olficinen benutzt man von den Salzen des Kupfersdas schwefelsaure, essigsaure und basisch essigsaure Ku-pferoxyd, und das basische Döppelsalz aus Ammoniak,Kupferoxyd und Schwefelsäure.