250 Kupfer.
ohne ihre Geschmeidigkeit zu verlieren. Von 5 Proc. Ar-senik wird sie spröde. Mit Molybdän giebt das Kupfereine blalsrothe, etwas dehnbare Legirung, wenn nicht dasMolybdän vorschlägt. Mit Wolfram verbindet sich dasKupier zur dunkelbraunen, porösen Masse, die etwas ge-schmeidig ist. Mit Titan hat man keine Verbindung her-vorbringen können. Mit Tellur und Antimon schmilztes leicht zusammen und giebt eine blafsrothe Verbindung,wenn die Quantität des letzteren geringe war. GleicheTheile Antimon und Kupfer geben eine spröde Metall--,masse von einer violetten Farbe. Der Verbindungen desGoldes, des Platins und des Silbers mit dem Kupfer,habe ich schon bei diesen Metallen erwähnt. Mit demQuecksilber verbindet sich das Kupfer sehr schwer.Um ein Kupferamalgam zu erhalten, schlägt man Kupferaus seiner Auflösung durch Zink nieder, und wäscht denNiederschlag sorgfältig aus, oder man reducirt Kupferoxydmit Wasserstoffgas und übergiefst das Kupfer mit einigenTropfen salpetersauren Quecksilberoxydul, wovon dasKupfer amalgamirt wird; man reibt es darauf mit 3 Malseines Gewichts Quecksilber, und erhitzt endlich das Ge-menge in einem Tiegel. Das Amalgam ist hellroth vonFarbe. Von den Verbindungen des Kupfers mit Zinkund Zinn zu Messing und Bronze werde ich bei diesenMetallen sprechen. Ich will jedoch hier über den Ue-berzug von Zinn (Verzinnung), den man den kupfer-nen Gefäfsen giebt, einige Worte sagen. Die inwen-dige Seite des Kupfers wird ganz gereinigt und mit fei-nem Sande gescheuert, so dafs die Oberfläche völlig me-tallisch wird. Darauf wird die Oberfläche entweder miteiner concentrirten Auflösung von Salmiak bestrichen, odersie wird mit Harz überpudert, oder man macht beides,wonach das kupferne Gefäfs über dem Feuer erhitzt wird,so dafs es auf allen Punkten die Hitze von schmelzendemZinn, oder etwas darüber, annimmt. Der Salmiak dientzur Auflösung des Kupferoxyduls, welches sich dabei bil-det, und das Hai'z wird zugesetzt, um es zu reduciren.Nun giefst man geschmolzenes Zinn ein, welches mit einem