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Verarbeitung des Platins.
wenn der Kuchen nicht mehr raucht, wird er im stärk-sten Feuer, das man geben kann, erhitzt. Das Arsenikverflüchtigt sich dann als Metall. Man reinigt darauf dasPlatin mit etwas Königswasser, und die in den Poren ein-gesogene Säure wird mit destillirtem Wasser ausgekocht.Es wird darauf zur höchst möglichen Glühung gebrachtund zusammengeschmiedet, wobei die Poren durch er-neuerte Glühungen und oft wiederholtes Hämmern ver-schwinden. Hat man auf einmal mehrere Kuchen, sokönnen sie bei dieser Gelegenheit zusammengeschweifstwerden.
Jeanetty, ein Goldarbeiter in Paris, hat das Platinauf diese Art schmiedbar und zusammenhängend gemacht,jedoch mit dem Unterschied, dafs er die fremden Metallenicht entfernte, sondern rohes Platinerz unmittelbar an-wandte; es ist also einleuchtend, dafs seine Platingeräth-schaften kein reines Platin enthalten.
Eine andere Methode ist von Mussin - Pusch kinvorgeschlagen. Man verbindet Platin mit Quecksilber,prefst das überflüssige Quecksilber aus und glüht dasAmalgam in einer Art von Kohlentiegel, worauf man dasrückständige Skelett zusammenprefst, so wie das Queck-silber verfliegt.
Knight hat vorgeschlagen, in einem kegelförmigenTiegel von feuerfestem Thon, gereinigtes Platin, so wieman es aus dem Doppelsalze mit Ammoniak erhält, derheftigsten Hitze, die man hervorzubringen vermag, auszu-setzen und es darauf im Tiegel selbst mit einem kegel-förmigen Pistill, der gerade in das Innere des Tiegelspafst, zusammenzuschmieden. Ich weifs nicht, ob dieserVorschlag jemals im Grofsen ausgeführt worden ist. II i-dolfi schmilzt den Platinsand mit der Hälfte seines Ge-wichts Blei zusammen, welches in Wasser gegossen, zumPulver gerieben, mit gleichem Gewicht Schwefel gemischtund während 10 Minuten in einem bedeckten hessischenTiegel in der Weifsglühhitze geschmolzen wird. Man er-hält dann unter einer schlackigen Decke eine spröde Me-tallmasse, die mit ein wenig Blei umgeschmolzen wird,