174
Platin.
wobei sich Schlacke wieder absetzt und man eine Legi-rung von Blei und Platin erhält. Diese Legirung wirdzum Weifsglühen gebracht, und, während sie noch heifsist, mit einem heifsen Hammer auf einem heifsen Ambofsgeschmiedet, wobei das Blei ausfliefst und das hiedurchgereinigte Platin zusammengeschlagen wird. Diese An-gabe bedürfte indefs noch einer Bestätigung.
Die zuverlässigste aller Methoden ist gewifs die vonT. Cock angegebene: Nachdem man Platinsalmiak ge-glüht und das reducirte Metall erhalten hat, bringt manes noch weifsglühend in einer parallelepipedischen Formunter eine Münzpresse und giebt einen starken Schlag dar-auf, worauf man es wiederum glüht und die Zusam-menpressung erneuert, bis das Metall hinlänglichen Zusam-menhang erhalten hat; es wird zuletzt mit einem Ham-mer zusammengeschlagen. — Bei allein diesen ist es dochnöthig, dal's das Metall rein sei und nichts Fremdartigesin seinen Zwischenräumen enthalte, weil der geringsteRückstand im Metall, wenn es nach der Verarbeitunggeglüht wird, eine Menge Blasen verursacht, die, wennman es zu Tiegeln an wendet, diese gänzlich unbrauchbarmachen. Wollaston in England war der Erste, der dieKunst erfand, das Platin ohne Arsenik schmiedbar zumachen; aber er hat die Art es zu bewerkstelligen nichtbekannt gemacht, sondern diese Operation für seine Rech-nung ausgeführt und das geschmeidige Platin darauf inden Handel geliefert. — Breant folgt der von Cockangegebenen Verfahrungsart, das Platin schmiedbar zumachen.
Leithner hat auf die Art Gefäfse von Platin ver-fertigt, dafs er Platinsalmiak zum äufserst feinen Pulverrieb und mit Kochsalz, das eben so fein pulverisirt war,genau mischte; er glühte dann die Masse, ohne sie jedochzu schmelzen. Das Salz wird darauf mit Wasser ausge-laugt und läfst das Platin als das feinste Pulver zurück,dessen Zusammenbacken durch die Dazwischenkunft derSalzkörner gehindert war; dieses Pulver wird mit Ter-penthinöl gemischt und auf Formen, die von Holzkohlen