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Platin,
Brenngläser, wo es ziemlich leicht fliefst, ohne jedoch,so wie Gold und Silber, abzudampfen, oder vor einemStrahl von Sauerstoffgas auf Kohle.
Man hat mehrere Methoden, um die schwammigeMetallmasse in ein zusammenhängendes, geschmeidigesStück zu bringen; sie sind jedoch alle mit Schwierigkei-ten verknüpft und fordern zu ihrem Gelingen sehr vielGeschicklichkeit in der Arbeit.
Die älteste und am meisten angewandte ist, das Pla-tin mit Arsenik zu schmelzen. Man mischt 3 Theile Platin,6 Theile arsenichte Säure und 2 Theile Pottasche zusam-men, und legt ein wenig davon nach und nach in einengeräumigen Tiegel, den man bis zur völligen Weifsglüh-hitze vorher erhitzt hat. Die Masse schmilzt mit Aufbrau-sen, es entwickelt sich kohlensaures Gas, und die arse-nichte Säure wird in Arseniksäure verwandelt, die sichmit dem Kali verbindet, und in Metall, welches mit demPlatin eine Verbindung eingeht; durch diese Legirungwird das Metall schmelzbar. Man erhält einen gut ge-flossenen König,, den man nachher in einem Tiegel mitflachem Boden umschmilzt, wobei man ihn mit einer neuenMischung von arsenichter Säure und Kali bedeckt. Manhat dabei die Absicht, das Platin mit einer größeren MengeArseniks zu versetzen, und ihm die Form eines Kuchens,der so dünn als möglich sein muß, zu geben. Man hatgefunden, dafs, je mehr Arsenik sich mit dem Platin ver-bindet, desto sicherer die Operation gelingt. Der erhal-tene Kuchen wird jetzt in der Muffel eines Probirofensschräge eingesetzt, und so lange erhitzt, bis der Arseniksich zu verflüchtigen anfängt; man behält nachher dieselbeTemperatur bei, mit der Vorsicht, daß der Kuchen nichtbis zum Schmelzen erhitzt wird, wodurch die Operationverdorben werden würde. Man setzt die Röstung 6 Stun-den lang fort, nimmt dann den Kuchen heraus und tauchtihn sogleich in Oel. Er saugt dann das Oel in die, vomweggebrannten Arsenik offen gelassenen Poren ein; mannimmt ihn wieder heraus und hält ihn 6 Stunden in einerTemperatur, wobei das Oel allmählich zersetzt wird, und