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Arsenik.
Schwefelarsenik. Man erhält dieses, wenn Schwefelmit metallischem Arsenik oder mit arsenichter Säure, diein Ueberschufs zugesetzt worden sind, zusammengeschmol-zen werden. Wenn der Schwefel und clas Arsenik reinsind, so erhält man eine geschmolzene Masse, die nachder Abkühlung durchsichtig, schön rubinrot!) ist (Arsenik-rubin), und die unverändert überdestillirt werden kann.Diese Verbindung kommt im Mineralreiche krystallisirtvor, und wird in der Mineralogie Realgar genannt.Sie enthält 29,06 Procent Schwefel, oder 100 Theile Ar-senik nehmen darin 42,85 Theile Schwefel auf. Realgarwird zur Bereitung des sogenannten weifsen indischenFeuers angewandt, welches man erhält, wenn ein Ge-menge von 24 Theilen Salpeter, 7 Theilen Schwefelblu-men und 2 Theilen Realgar genau gemischt und entzün-det werden. Das Feuer dieses Gemenges ist ganz farben-los. Eine damit gefüllte Büchse, 10 Zoll im Durchmes-ser, die an der Seeküste angezündet war, gab ein Feuer,welches in der See auf einem Abstand von 40 Seemeilengesehen werden konnte. Es wird auch zuweilen ange-wandt, um auf dem Theater Feuer von ungewöhnlichemGlanz hervorzubringen. 3) Gelbes Schwefelarsenikwird erhalten, wenn eine Auflösung von arsenichter Säurein Chlorwasserstoffsäure mit Schwefelwasserstoffgas nie-dergeschlagen wird. Der Niederschlag ist schön citron-gelb und in Säuren unauflöslich, wird aber von Salpeter-säure und Königswasser zersetzt. In verschlossenen Ge-fäßen erhitzt, schmilzt er erst und wird darauf sublimirt.Wenn man dabei mit einer gröfseren Portion auf einmaloperirt, findet man, dafs das, was zuletzt überdestillirt,reicher an Arsenik ist, als das zuerst übergegangene.Wird es in offenen Gefäfsen erhitzt, so brennt es miteiner blafsblauen, schwachen Flamme, mit dem Geruchder schweflichten Säure und weifsem Rauch. In einemKolben erhitzt, giebt es ein wenig sublimirte arseniebteSäure, die auf Kosten der im Gefäfse befindlichen Luftgebildet wird. Diese Verbindung kommt in Massen vonbiegsamen, gelben, glänzenden Blättern, bisweilen mit