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Selen.
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kung der schweflichten Säure, mit einem glänzenden,dünnen Häutchen, das nach einigen Tagen eine goldgelbeFarbe und vollkommenen Metallglanz erhält. Wird esauf Papier oder Glas gesammelt, so ähnelt es einer blas-sen Vergoldung, so wie man sie erhalten würde, wennein Blatt von unächtem Golde darauf gelegt wäre.
Reibt man Selen zu Pulver, so wird dieses dunkel-roth, aber es backt an einigen Stellen leicht zusammen,nimmt vom Reiben des Pistills Politur an, und wirdgrau, so wie es geschieht, wenn Wismuth und Antimongepulvert werden. In dünnen Lagen ist Selen durchsich-tig, mit einer schönen und dunkelrubinrothen Farbe. Eswird in der Wärme weich, ist bei -f-100° halbflüssigund schmilzt bei wenigen Graden darüber gänzlich. Esbleibt während der Abkühlung lange weich, und kanndann, so wie Siegellack, in langen, schmalen, in bedeu-tendem Grade biegsamen Dräthen ausgezogen werden,welche, wenn man sie etwas breit und zugleich etwasdünn ausziebt, die Durchsichtigkeit am besten zeigen.Der Drath ist, im zurückgeworfenen Lichte, grau und me-tallglänzend; im Durchsehen ist er klar und rubinroth.
Wird Selen bis nahe zum Rothglüben in einem De-stillationsapparate erhitzt, so geräth es in’s Kochen undverwandelt sich in ein Gas von einer gelben Farbe, diejedoch weniger dunkel, als die des Schwefelgases, aberdunkeier, als die des Chlorgases ist. Das Gas condensirtsich im Halse der Retorte zu schwarzen Tropfen, welchezusammenfliefsen, ganz so wie es geschieht, wenn Queck-silber destillirt wird.
Erhitzt man Selen in der offenen Luft, oder in wei-ten Gefäfsen, worin das Selengas von der von Aufsen ein-dringenden Luft abgekühlt und condensirt werden kann,so setzt es sich in Form eines zinnoberrothen Pulversab, und bildet eine den Schwefelblumen analoge Masse.Noch vor dem Absetzen hat es das Ansehen eines rothenRauchs, der keinen merklichen Geruch hervorbringt. DerRettiggeruch stellt sich nicht eher ein, als wenn die Hitzeso hoch gestiegen ist, dals eine Oxydation statt findet.
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